Kassel: Lukas Linder erhält den Förderpreis Komische Literatur 2021
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In seiner Eigenschaft als Jury begründet der Stiftungsrat seine Entscheidung für Lukas Linder wie folgt: „Mit viel Mitgefühl lässt Lukas Linder Anti-Helden auftreten, deren negativer Narzissmus die Brüchigkeit gegenwärtiger Orientierungsstrategien in der Leistungsgesellschaft tragikomisch spiegelt.“
Kassel. Der schweizerische Dramatiker und Romanautor Lukas Linder, Jahrgang 1984, erhält im Jahr 2021 den Förderpreis Komische Literatur. Dies gab Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle jetzt bekannt. Die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung wird auf Vorschlag von Verlagen durch die Stadt Kassel und die Stiftung Brückner-Kühner verliehen. Der Preis geht an Autoren und Autorinnen, die sich noch in einer relativ frühen Phase ihres literarischen Schaffens befinden und auf hohem künstlerischen Niveau das Komische gestalten. Die Jury Prof. Dr. Dr. h.c. Walter Pape, Friederike Emmerling – Leiterin von S. Fischer Theater und Medien, Dr. Renate Jakobson – Lektorin, Christian Maintz – Literatur- und Medienwissenschaftler sowie Dichter, Prof. Dr. Uwe Wirth – Literaturwissenschaftler sowie Dr. Thomas Wohlfahrt – Direktor des Hauses für Poesie in Berlin und Sandra Kegel – Literaturkritikerin) meint: „Lukas Linder zeigt in seinen beiden Romanen „Der letzte meiner Art“ und „Der Unvollendete“ sowie in zahlreichen, erfolgreich aufgeführten Theaterstücken, dass er die Kunst des Grotesk-Komischen literarisch versiert beherrscht. Ironie, Sprachwitz, Karikatur, pointierte Dialogführung, oft bizarre Situationskomik und ein Tableau skurriler und kauziger Figuren sind Mittel seiner humoristisch-melancholischen Poetik des Scheiterns und der Peinlichkeit.
40 Verlage hatten Vorschläge eingereicht. Der in Zürich ansässige Verlag Kein Aber brachte seinen Autor Lukas Linder mit dessen 2018 und 2020 erschienenen humoristischen Romanen „Der letzte meiner Art“ und „Der Unvollendete“ sowie mehreren Theaterstücken ein und konnte den Stiftungsrat damit überzeugen.
Der Förderpreis wird gemeinsam mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor vergeben, der, wie bereits gemeldet, für das Jahr 2021 Felicitas Hoppe zugesprochen wurde.
Die ursprünglich für Ende Februar vorgesehene öffentliche Preisverleihung wird in den Sommer 2021 verlegt. Die Kasseler Sparkasse unterstützt auch diesmal großzügig den Förderpreis. red)




