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„Kassel macht Watt“

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Start der Kampagne auf dem Gelände des städtischen Bauhofs in der Bunsenstraße (v.l.): Kerstin Lopau (SoLocal, Initiative Wattbewerb), Umweltdezernent Christof Nolda, Hochbauamtsleiter Axel Jäger, Timo Eckhardt und Tanja Menkel (Umwelt- und Gartenamt).
248204P.jpg © Harry Soremski

Stadt Kassel startet Kampagne zu Solarenergie

Kassel. Inter dem Motto „Kassel macht Watt“ hat die Stadt Kassel ihre Kampagne für Solarenergie gestartet. Mit der Kampagne soll für den Ausbau von Solaranlagen in der Stadt geworben werden. Angesprochen sind zunächst sowohl private Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer als auch Mieterinnen und Mieter. Sie sollen umfassend über die Vorteile solarer Stromerzeugung informiert und auf die Unterstützungsangebote und Lösungen verschiedener Akteurinnen und Akteure in Kassel hingewiesen werden. In einem nächsten Schritt soll die Kampagne auch Unternehmen als weitere Zielgruppen ansprechen.

Anlässlich der Einweihung einer 30 kWp Photovoltaik- sowie einer Solarthermieanlage auf dem Bauhof der Stadt Kassel, der nun vollständig regenerativ mit Strom und Wärme versorgt wird, sagte Umweltdezernent Christof Nolda: „Auf dem Weg zur Klimaneutralität muss gemäß den Aussagen des Klimaschutzrates Solarenergie bis 2030 einen maßgeblichen Anteil des Stromverbrauchs in Kassel decken. Daneben zahlt sich Sonnenstrom auch in anderer Hinsicht aus: Er macht uns unabhängig von fossilen Energieträgern und trägt damit zur Versorgungssicherheit bei. Eine Vielzahl von Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, aber auch und Mieter, Unternehmen, Vereinen und weiteren Immobilienbesitzern ist bereits von den Vorteilen der Solarenergie überzeugt. Wir wollen Hemmnisse abbauen und ermutigen, gemeinsam aktiv zu werden. In Kassel haben wir ein breites Spektrum an Solar- und Klimaschutz-Akteurinnen und -Akteuren, die hier unterstützen können und wollen. Kassel macht Watt!“

Ob mit dem kompakten Stecker-Solargerät am Balkon oder der Photovoltaikanlage auf dem Dach – Sonnenenergie lässt sich auf vielfältige Weise nutzen. Die typischen Fragen vor dem Kauf einer Anlage lauten: Wie teuer ist das, lohnt es sich und was muss ich tun? Viele Interessierte stehen dabei häufig vor Fragen oder Hürden, die sich nicht immer selbst lösen lassen. „Hier setzen wir mit unserer aktuellen Solarkampagne an und liefern neutrale Informationen wie beispielsweise durch Faktenblätter zu verschiedenen Fragestellungen, Vorträge von Expertinnen und Experten und weiteren Veranstaltungen zum Erfahrungsaustausch“, berichtet Dr. Anja Starick, Leiterin des Umwelt- und Gartenamts.

Auf der Kampagnen-Webseite www.kassel.de/kassel-macht-watt gibt es viele Argumente für Solarenergie, Antworten auf häufige Fragen, Checklisten sowie Veranstaltungshinweise. Der Solardachfinder der Stadt Kassel sowie das Solarkataster des Landes Hessen geben darüber hinaus eine erste Auskunft über die Solareignung des eigenen Daches sowie eine Einschätzung über die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage.

Flankiert wird die Solarkampagne durch die Teilnahme der Stadt Kassel am bundesweiten „Wattbewerb“ – einer Städtechallenge zum Ausbau von Solarenergie. Damit hat sich die Stadt vorgenommen, die installierte Photovoltaik-Leistung pro Einwohner/Einwohnerin von derzeit 165 Wattpeak schnellstmöglich auf 330 Wattpeak zu verdoppeln. „Neben unseren Maßnahmen zur Förderung des Solarausbaus wollen wir uns im Zuge des Wattbewerbs mit anderen Städten messen und das Thema weiter an die Öffentlichkeit tragen“, so Nolda. In Kassel koordiniert und vorangetrieben wird der Wattbewerb von der gleichnamigen Initiative, die ein Solar-Bündnis für Kassel aufbauen und verschiedene Veranstaltungen organisieren will: zum Beispiel Solarspaziergänge durch Kasseler Quartiere oder Solar-Partys, bei denen die Gastgeber ihre Solaranlage vorstellen und fachliche Fragen von Expertinnen und Experten beantwortet werden.

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