Kassel ist Preisträger

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Berlin/Kassel. Die Stadt erhielt eine Auszeichnung für die klimafreundliche Planung und Durchführung des „Hessentags 2013“.

Berlin/Kassel.Die Stadt Kassel gehört zu den Preisträgern des Bundeswettbewerbs "Kommunaler Klimaschutz 2014". Kassel erhielt die Auszeichnung für die klimafreundliche Planung und Durchführung des "Hessentags 2013", einer Festveranstaltung mit rund 1,8 Millionen Besuchern.

"Wir freuen uns sehr, dass Kassel unter den 56 Bewerbern als einer der drei Gewinner ausgewählt wurde. Der Klimaschutzpreis ist eine bundesweite Anerkennung für unseren Erfolg, die Großveranstaltung Hessentag klimaschonend zu organisieren", erklärt Kassels Stadtbaurat Christof Nolda.

Ausrichter des Wettbewerbs sind das Bundesumweltministerium und das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz, das beim Deutschen Institut für Urbanistik angesiedelt ist. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.

Ein ausgefeiltes Mobilitätsmanagement für den Hessentag 2013 ermöglichte klimafreundliche Reise- und Teilnahmebedingungen, auf der Veranstaltung selbst standen Catering, Technik sowie ein attraktives Begleitprogramm ganz im Zeichen des Klimaschutzes. Damit wurde den Teilnehmern kontinuierlich verdeutlicht, welchen positiven Einfluss das eigene Verhalten auf die Klimabilanz hat.

Stadtbaurat Christof Nolda nahm heute den Preis auf der 7. Kommunalkonferenz in Berlin entgegen. Das Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro ist in die Umsetzung weiterer Klimaschutzvorhaben zu investieren. Christof Nolda: "Wir wollen sehr verschiedene Partner, von Kindergartengruppen über Schüler bis hin zu Kulturschaffenden für Vorschläge und Maßnahmen im Sinne von Klimaschutz zusammenbringen und deren Ideen, Pläne und Ergebnisse im Rahmen eines Klima-Fests im Kasseler Kultur-Bahnhof präsentieren. In Kassel gibt es dafür ein hohes kreatives Potenzial mit vielen engagierten Akteuren."Nach der Vergabe der zehntägigen Großveranstaltung durch die Landesregierung an Kassel stand für die Stadt eine klimaschonende Ausrichtung im Sinne von "Vermeiden vor Vermindern vor Neutralstellen" im Zentrum aller Überlegungen. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aller klimaschutzrelevanten städtischen Ämter und Einrichtungen sowie Vertretern regionaler Organisationen entwickelte drei zentrale Aufgaben: klimafreundliches Mobilitätsmanagement, Aufbau einer "Klimameile" mit Infotainment-Angeboten und Austauschmöglichkeiten zum Thema Klimaschutz sowie die Erstellung einer Klimabilanz und anschließender Kompensation von nicht zu vermeidenden CO2-Emissionen.

Um täglich rund 30.000 Besucher zu drei auseinanderliegenden Veranstaltungsorten zu leiten, waren die Stadt und die beiden zuständigen lokalen bzw. regionalen Verkehrsverbünde KVG und NVV gefordert, im wahrsten Sinne des Wortes neue Wege zu kreieren. Fußgänger, Radfahrer und Nutzer des ÖPNV hatten grundsätzlich Vorfahrt, dies wurde über eine Medienkampagne in Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen schon im Vorfeld kontinuierlich kommuniziert. Die Eintrittskarten galten als ÖPNV-Tickets für ganz Nordhessen, viele zusätzlich eingerichtete Linien und Taktungen sorgten für ein gutes Durchkommen. Die Stadt beschilderte Radwegenetze zu den Veranstaltungen und verknüpfte sie mit dem Fernradwegenetz. Das Kasseler Leihradsystem wurde ebenso eingebunden wie bewachte Fahrradparkplätze, Reparatur- und Trinkwasser-Servicestationen. Alle Radwege waren auch im Programmflyer zu finden, darüber hinaus stand ein Online-Radroutenplaner zur Verfügung. Das Konzept ging auf: Angebotene Parkplätze blieben fast leer, denn viele Menschen stiegen komplett auf das ausgeweitete öffentliche Verkehrsangebot um.Eine "Klimameile", ein "Klimamarktplatz" und eine "Klimabühne" als zentrale Veranstaltungsorte machten Klimaschutz unmittelbar zum Thema. Zum Einsatz kam energiesparende Bühnentechnik, z.B. durch die Nutzung von LED-Lampen. Ein Display zeigte den von einer Photovoltaikanlage gleich neben der Bühne erzeugten Strom an. Über Fahrradgeneratoren mussten die Besucher zuweilen selbst Strom erzeugen, damit das Licht auf der Bühne nicht ausging. Ein vielfältiges Programm setzte sich in provokanten, bissigen, überraschenden oder auch sportlichen Beiträgen mit dem Thema Klimaschutz auseinander. Das Umwelt- und Gartenamt der Stadt sowie verschiedene Bürgerinitiativen, Vereine und Verbände präsentierten ihre Aktivitäten in Sachen Klimaschutz. Neben vielen Informationen gab es auch reichlich Gelegenheit, Energieerzeugung aktiv mitzuerleben, zum Beispiel mit einem Modellpumpspeicherkraftwerk, bei dem die Besucher selbst das Wasser in Bewegung setzen mussten. Das kulinarische Angebot bestand ausschließlich aus regionalen und saisonalen Bio-Produkten, auf große Resonanz stieß die "Leitungswasser-Bar" der kommunalen Wasserwerke.Den Wettbewerb "Kommunaler Klimaschutz" lobt das Bundesumweltministerium seit 2009 im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative zusammen mit dem beim Deutschen Institut für Urbanistik angesiedelten Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz aus. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Ausgezeichnet werden Kommunen und Regionen für besonders vorbildliche Klimaschutzprojekte. In diesem Jahr wurden insgesamt 117 Beiträge in drei unterschiedlichen Kategorien eingereicht.

Die Stadt Kassel hat sich mit dem Projekt "Klimafreundliche Großveranstaltung – Hessentag 2013" in der Kategorie "Kommunaler Klimaschutz zum Mitmachen" beworben. In dieser Kategorie gab es 56 Bewerber, aus denen drei Gewinner ausgewählt wurden.

Die Bekanntgabe und Auszeichnung erfolgt auf der 7. Kommunalkonferenz, die heute und morgen in Berlin stattfindet. Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie Fotos von der Veranstaltung und vom ausgezeichneten Projekt:

www.klimaschutz.de/kommunen/wettbewerb2014

Weitere Informationen zum Thema Klimaschutz in Kassel finden Sie unter

www.stadt-kassel.de//projekte/klimaschutz/index.html

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