Kasseler CDU will mehr Videoüberwachung

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Nach sexuellem Übergriff fordern die Christdemokraten: Geselle soll Ausweitung der Videoanlagen in Innenstadt endlich umsetzen

Kassel. In den frühen Morgenstunden des 19. März war es an der Straßenbahnhaltestelle am Kasseler Königsplatz zu einem Sexualdelikt gekommen. Ein Mann hatte eine dort an der Haltestelle sitzende 19-jährige Frau aus dem Landkreis Kassel bedrängt, sie zu Boden geworfen und dann unsittlich angefasst – dabei hielt er ihr den Mund zu. Die junge Frau wehrte sich nach Leibeskräften, so dass der Täter schließlich von ihr abließ. Das Opfer flüchtete, rief laut um Hilfe und verständigte die Polizei.

Der Täter – ein 20-jähriger wohnsitzloser Somalier – wurde kurze Zeit später gefasst. Für unsere Meldung dazu klicken Sie HIER.

Dieser Vorfall war es, der die CDU-Fraktion im Kasseler Rathaus dazu veranlasste, einmal mehr eine verstärkte Videoüberwachung in der Innenstadt einzufordern. „Wir sind froh, dass die Polizei so schnell reagiert hat und den Täter fassen konnte. Allerdings wäre eine Videoüberwachungsanlage auf dem Königsplatz eine wirksame Hilfe, um Täter nach solchen Vorfällen deutlich schneller und sicherer ermitteln zu können“, sagt Holger Augustin, sicherheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Kasseler Rathaus.

Außerdem ist die CDU-Fraktion der Ansicht, dass solche Anlagen nicht nur im repressiven, sondern auch im präventiven Bereich sinnvoll sind. Augustin: „Eine Videoüberwachung kann Täter von ihren Taten abhalten.“

Daher fordert die CDU, dass Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle seine seit Jahren angekündigte Ertüchtigung und Ausweitung der Videoanlagen im Innenstadtbereich jetzt endlich umsetzt. „Anscheinend kann sich Oberbürgermeister Geselle hier nicht gegen die grüne Opposition und den linken Flügel der SPD durchsetzen“, mutmaßt Augustin, „und auch mit dem Applaus der Linken wird Geselle nicht rechnen können.“

Allerdings gehe es hier um die Sicherheit der BürgerInnen der Stadt Kassel und nicht um ideologische Ablehnungshaltungen sowie unpassende Debatten über Datenschutz und Persönlichkeitsrechte, so Augustin abschließend.

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