Kasseler Gastronom Igor Krajsic benötigt eine Stammzellspende: Typisierungsaktion am 3. März

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Igor Krajsic im Kreise „seiner Mädels“ (v. li.): Ziehtochter Julia Pfannkuch, Ehefrau Anja und Ziehtochter Carina Senger.

„Es war ein Schock für uns alle“, erinnern sich Julia Pfannkuch und Carina Senger an den Moment zurück, als sie erfuhren, dass ihr ‘Papi’ Igor Krajsic an Leukämie erkrankt ist.

Kassel. Mitte November kam der beliebte Kasseler Gastronom mit Schmerzen ins Krankenhaus, musste operiert werden. Im Zuge der Blutuntersuchungen merkten die Ärzte, dass etwas nicht stimmt. Nach zehn Tagen Hoffen und Bangen dann die niederschmetternde Diagnose. Seit Dezember kämpft der 48-Jährige gegen den Blutkrebs, bekommt mittlerweile die zweite Chemotherapie, doch die einzige Chance auf seine Genesung ist eine Stammzelltransplantation. Daher organisieren ‘seine beiden Mädels’ – die momentan auch den normalen Betrieb in der „Kleinen Konoba“ weiterführen – nun eine Typisierungsaktion.

Diese findet am Sonntag, 3. März von 11 bis 16 Uhr in der Mensa der Ing.-Schule, Wilhelmshöher Allee 73 statt. Zahlreiche Helfer aus den Familien- und Freundeskreisen unterstützen die beiden Kasslerinnen dabei. „Wir alle hoffen, dass wir während der Aktion schnellstmöglich einen passenden Spender für Igor finden“, erzählen die beiden. Nach der öffentlichen Bekanntgabe von Krajsics Krankheit steht das Telefon nicht mehr still.

Aktion am 3. März 

Stammgäste, Gastronomen, aber auch bekannte Kasseler Größen stellen Hilfe in Aussicht. So beispielsweise auch Protex-Chef Engin Akbag und Ernesto Plantera, die per Facebook einen Aufruf starteten und nun dank der schnellen Rückmeldungen der Kasseler Unternehmen eine Tombola mit vielfältigen Gewinnen am Aktionstag bereit stellen.

Die Flyer finden sich momentan überall in der Stadt und sollen auf die Aktion am 3. März aufmerksam machen.

„Je mehr Menschen sich typisieren lassen, desto größer ist die Chance, jemand passendes für unseren Igor zu finden. Darüber hinaus können weltweit Leben gerettet werden, denn alle Registrierungen landen in der weltweit vernetzten Datenbank der deutschen Knochenmarksspenderdatei (DKMS). Und die Registrierung dafür ist ganz einfach“, erklärt Julia Pfannkuch.

Per Wattestäbchen werden am Aktionstag Speichelproben aus dem Mund des potenziellen Spenders entnommen (siehe Video unten). Dies tut nicht weh, geht schnell und hinterher warten Kaffee und Kuchen auf die Besucher. Stimmen die Merkmale des Spenders mit denen von Igor Krajsic –­ oder anderen – überein, können die Stammzellen transplantiert werden. Und retten so möglicherweise ein Leben.

Was es bedeutet, wenn das Leben dank einer Stammzellspende gerettet wird, lesen Sie hier.

Wie einfach es ist, als Spender Leben zu retten, erzählt Kasseler Sebastian Menge hier.

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