Auf der Kasseler Grimmwelt ging's rund: Zweite „Gartenkultur“ lockte trotz Traumwetter nur wenige in Grünanlagen

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Rund um die Grimmwelt herrschte am Samstag reger Betrieb - in anderen Grünanalgen dagegen gähnende Leere

Kassel. Besser hätte das Wetter nicht sein können. Zur zweiten Ausgabe der Kasseler Gartenkultur, bei der in vielen Parks und Grünanlagen Programm angeboten wurde, gab’s außer einem kleinen Gewitter am Sonntagnachmittag Sonne satt. Allerdings lockte das nicht viele Besucher an. Samstagabend herrschte rund um und auf der Grimmwelt zwar Hochbetrieb und die Pflanzenbörse im Botanischen Garten war am Sonntag auch ein Selbstläufer. Aber in Bergpark, Goetheanlage und anderen Grünanlagen kamen tagsüber nur wenige Besucher. Auffallend: Viele davon wussten gar nichts von der Gartenkultur. So wie Maike und Clayton aus Göttingen. Die beiden fanden es schade, dass es nicht über Kassels Grenzen hinaus bekannt war. So herrschte vor allem am Samstagnachmittag im Bergpark Tristesse. Und die dort aufgebaute Tafel wirkte eher wie ein Überbleibsel einer Hochzeitsgesellschaft vom vergangenen Abend. Über 85.000 Besucher hatte Kassel Marketing zur Gartenkultur erwartet. 60.000 seien es laut Schätzung am Ende gewesen.

Nur Tische aufstellen reicht nicht aus

Mit viel Programm und hohen Besucherprognosen wurde die zweite Ausgabe der Kasseler Gartenkultur angekündigt. Doch wie schon im vergangenen Jahr kamen weniger Besucher in die Parks, als erwartet. Und Besucher von außerhalb wussten gar nicht, dass die Gartenkultur stattfindet! Wenn die Biergarteneröffnung und die „Chillout Lounge Rooftop“-Party auf der Grimmwelt und die Pflanzenbörse nicht gewesen wären, hätten die Besucherzahlen wohl ganz düster ausgesehen. Da fragt man sich, ob weniger nicht mehr gewesen wäre. Kassel Marketing-Chef Andreas Bilo hätte lieber nur zwei oder drei Parks mit einem hochwertigeren Programm bespielen sollen, als alle Grünanlagen. Oder sich die Mithilfe von Kassels Gartenfest-Experte Evergreen holen sollen (so, wie er es für das Altstadtfest auch gemacht hat). Denn: Nur ein paar zusammengestellte Tische in den Bergpark zu stellen, reicht da nicht aus. Das geht doch besser!

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