Kasseler Hooligans greifen Offenbacher Fanbus auf Rasthof an

Symboldbild/Bundespolizei

Neues Kapitel im Dauerzoff zwischen den gewalttätigen Anhängern zwischen Kassel und Offenbach: Dieses Mal wurden harmlose OFC-Fans auf einem Rastplatz angegriffen.

Kassel. Der Streit zwischen Hooligans des KSV Hessen Kassel und den Offenbacher Kickers schwelt schon lange. Und eskalierte auch schon mehrfach. Zusammentreffen der beiden Viertliga-Mannschaften werden stets als "Hochrisiko-Partie" von der Polizei eingestuft. Jetzt knallte es mal wieder zwischen Nord und Süd, auch wenn der Spielplan die Mannschaften überhaupt nicht zusammenführte: Wie die Offenbach-Post online berichtet, waren die "OFC-Fans Gelnhausen" auf der Rückfahrt vom letzten Saisonspiel beim VfB Stuttgart II,  von Kasseler Hooligans auf dem Rastplatz Lorsch Ost angegriffen wurden.

Ihr Bus hatte direkt neben dem mit Kasseler Anhängern besetzten Bus gehalten. Als man die Brisanz bemerkte, war es zu spät:   25 bis 30 Hooligans, teilweise mit Kassel-Shirts, seien herausgestürmt und hätten auf die OFC-Fans eingeprügelt, sie mit Flaschen beworfen, versucht den Bus zu stürmen. Die Heckscheibe des Busses ging dabei zu Bruch, die herbeigerufenen Polizei musste einschreiten. Laut Organisator des Offenbacher Fans-Busses war dieser besetzt "mit 49 Personen, darunter 14 Frauen und Mädchen, ein kleiner Junge und circa zehn ältere Leuten."

Am späten Dienstagnachmittag äußerte sich der KSV Hessen Kassel zu dem Vorfall.

"Am Dienstagmorgen erlangte der KSV Hessen Kassel von einem Vorfall am letzten Spieltag Kenntnis: Demnach wurde ein Kickers Offenbach Fanclub auf der Heimreise nach der Partie gegen den VfB Stuttgart II auf einem Rastplatz attackiert. Der Bus hatte diesen für eine Pause angefahren. Kurz darauf wurden die Offenbacher Fans von Personen aus einem anderen auf dem Parkplatz pausierenden Bus angegriffen. Die Angreifer trugen teilweise Kleidung mit der Aufschrift „Kassel“, sodass der Verdacht nahe liegt, dass es sich um Problemfans des KSV Hessen Kassel handelte. In der Folge des Angriffs wurde seitens der Angreifer die Heckscheibe des Fanbusses zerstört und die hintere Tür beschädigt. Bei dem Angriff wurden drei OFC-Fans leicht verletzt. Die verständigte Polizei konnte die Personalien mehrerer Angreifer erfassen. Die Ermittlungen wurden eingeleitet und sind im Gange. Nach Kenntnisnahme der Vorfälle hat sich der KSV Hessen Kassel unverzüglich mit Kickers Offenbach in Verbindung gesetzt. Ferner sind die Fanbeauftragten der Vereine miteinander in Verbindung. Sowohl der KSV Hessen Kassel als auch der OFC sind über den Vorfall schockiert und distanzieren sich klar von jedweder Form von Gewalt. Vorfälle dieser Art haben nichts mit der zwischen beiden Vereinen seit Jahren gelebten leidenschaftlichen sportlichen Rivalität zu tun. Es wird vereinseitig alles getan, den Vorfall aufzuklären und die Polizei bei den Ermittlungen mit voller Tatkraft zu unterstützen. Den verletzten Personen wünschen sowohl der KSV Hessen Kassel als auch der OFC gute Besserung."

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Wehlheiden: Gasaustritt am Krankenhaus - Herzzentrum wurde evakuiert

Wehlheiden: Gasaustritt am Krankenhaus - Herzzentrum wurde evakuiert

Aktuell: Schwerer Unfall mit Verletzten bei Fuldabrück-Dennhausen

Eben wurde gemeldet, dass es zu einem Verkehrsunfall vor der Fuldabrücke bei Dennhausen gekommen sein soll.
Aktuell: Schwerer Unfall mit Verletzten bei Fuldabrück-Dennhausen

Größte documenta aller Zeiten

Ehemaliger OB Bertram Hilgen: „1,2 Millionen Besucher sind nicht zu toppen“
Größte documenta aller Zeiten

Briefwechsel: documenta der Superlative

Sehr geehrter Hans-Jürgen Jakobs, Sie haben sich als Handelsblatt-Autor zu der documenta 14 geäußert, die wir am Sonntag in Kassel feierlich beendet haben. Aber nicht …
Briefwechsel: documenta der Superlative

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.