Kasseler Neujahrsempfang: Stadt der Jugend, Stadt der Rekorde

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Über 200.000 Einwohner, eine neue Grimmwelt als Besuchermagnet und ein dickes Haushaltsplus: Viel Postives berichtet OB Hilgen heute im Rathaus.

Kassel. Ihr Auftritt beim heutigen Neujahrsempfang der Stadt Kassel wurde dem diesjährigen Motto " Stadt der Jugend" gerecht: Die Sängerin Paulina Eisenberg (stand u.a. schon mit den Kasseler Weltstars Milky Chance auf der Bühne) ist jung,  attraktiv und hat was drauf. So wie Kassel eben, das mit seinen 1103 Jahren auf dem Buckel äußerst jung

-dynamisch daherkommt.  "Kassel ist eine Stadt, in der Kinder und Jugendliche gut aufwachsen können und die ihnen Chancen und Perspektiven bietet", zog OB Bertram Hilgen ein zufriedenes Fazit.

Als Beleg für die anhaltende dynamische Entwicklung Kassels nannte Oberbürgermeister Hilgen einige Beispiele:  2015 rechnet die Stadt mit 160 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen, 20 Millionen Euro mehr als vor einem Jahr erwartet wurde. "Sensationell" seien die Arbeitsmarktzahlen. Erstmals seit dreißig Jahren liege die Arbeitslosenquote seit Oktober unter neun Prozent (Aktuell 8,5 %). Vor zehn Jahren waren es noch fast 20 Prozent. Seither sind über 19.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden.

Hilgen geht davon aus, dass die Stadt in diesem Jahr als eine der ersten Kommunen Hessens den Schutzschirm des Landes verlassen kann. Die Stadt wachse deutlich über dem bundesweiten Trend und habe wieder mehr als 200.000 Einwohner. "Alle aktuellen Studien und Konjunkturumfragen deuten  darauf hin, dass Kassel auch in diesem Jahr auf Wachstumskurs bleibt und der Bauboom in der Stadt anhält", sagte Hilgen. Allerdings müssten in den kommenden Jahren noch stärker als bislang bezahlbare Wohnungen geschaffen werden.

Auch touristisch werde Kassel immer stärker nachgefragt.  Als neuer Publikumsmagnet erweist sich die im September eröffnete Grimmwelt auf dem Kasseler Weinberg. Sichtlich stolz verkündete der Oberbürgermeister und Kulturdezernent die aktuelle Besucherzahl: 74.931.  "Damit sind unsere Erwartungen weit übertroffen worden. Jetzt sind die Brüder Grimm wirklich die Weltmarke, die man für alle Zeiten mit Kassel verbindet."

Oberbürgermeister Hilgen zeichnete während des Jahresempfangs Norbert Steiner, den  Vorstandsvorsitzenden von  K+S, mit der Würde "Kasseläner honoris causa" aus. Zur Begründung führte Hilgen aus, dass sich das Unternehmen in vielen Bereichen des gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens einbringe und seine Verbundenheit mit Stadt und Region unterstreiche. An Steiner gerichtete, sagte er: "Gerade Ihr persönlicher Einsatz hat viel ermöglicht und angestoßen." Zu den zahlreichen geförderten Projekten gehört die Kasseler Grimmwelt.

Als die durstigen Kehlen jetzt das Ende des offiziellen Teil vermuteten, sorgte ein zu früh verteilter Schoppen für kleine Tumulte an den getränkeständen. Das Ende war eine Pause. Denn im Kommunalwahljahr ließ es sich auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier nicht nehmen, in Kassel ans Mikrofon zu treten. Wie schon Hilgen zuvor, lenkte er den Blick auch die Flüchtlingsthematik. Der Kasseler Oberbürgermeister hatte den Jahresempfanggenutzt, um sich bei allen in der Flüchtlingshilfe engagierten Freiwilligen, Ämtern, Behörden und Verbänden zu bedanken. "Das Netz der Solidarität in der Stadt ist dicht geknüpft und die Bereitschaft mitanzupacken beeindruckend", sagte Hilgen.

Fotos: Harry Soremski

Hier der Film "Stadt der Jugend",  der beim Jahresempfang erstmals gezeigt wurde:

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