Kasseler Polizei hat ein Auge auf spontane Schulabschlussfeiern

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Polizeibeamte und Mitarbeiter des Ordnungsamtes werden die Entwicklung in sozialen Netzwerken und an entsprechenden Örtlichkeiten in Kassel an den kommenden Wochenenden darüber hinaus ganz besonders im Blick behalten. Größere spontane Feiern, insbesondere wenn sie einen unfriedlichen Verlauf nehmen, soll es in Zukunft nicht mehr geben.

Die Vorkommnisse vom vergangenen Freitag haben die Stadt Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen erneut zum Anlass genommen, gemeinsam und in enger Abstimmung mit dem staatlichen Schulamt an den Schulen in Stadt und Landkreis Kassel Aufklärung hinsichtlich solcher Feiern und derartigen Aufrufen über soziale Netzwerke zu betreiben. Mit einem Infobrief sollen Lehrer und Schüler besonders sensibilisiert werden und wichtige Tipps und Hinweise zu diesem Thema erhalten.

Kassel.  Am vergangenen Freitag, dem 12. Mai, kam es zu einer spontanen Feier in der Kasseler Goetheanlage, die offenbar aus einem Aufruf eines bislang unbekannten Verfassers im sozialen Netzwerk „Instagram“ zu einer „Abi-Party“ an der Hessenschanze resultierte.

Da dieses spontane „Event“ mit rund 500 jungen Menschen jedoch einen äußerst unerfreulichen Verlauf nahm, richten sich die Stadt Kassel und die Kasseler Polizei nun mit wichtigen Hinweisen und Tipps an die Schüler.

Es war unter anderem zu einer aggressiven Stimmung mit Flaschen- und Böllerwürfen gegen Polizeibeamte und Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamts gekommen. Solche Feiern können zum einen für den „Veranstalter“ drastische Folgen, wie die Kosten in Höhe mehrerer Zehntausend Euro für den verursachten Polizeieinsatz, haben. Zum anderen werden Polizei und Stadt Kassel dem Verlauf einer Veranstaltung, wie am vergangenen Freitag, durch Aufklärung und deutliche Präsenz konsequent entgegentreten und Ordnungswidrigkeiten und Straftaten verfolgen.

Feiern ja – aber bitte mit Verstand

Es ist mehr als verständlich, dass es die Schüler nach der letzten Abi-Klausur oder der bestandenen Prüfung zum gemeinsamen Feiern nach draußen zieht. Problematisch wird es hingegen, wenn jemand öffentlich dazu aufruft - und das möglicherweise für Orte, die für solche Feiern nicht in Frage kommen oder einer Erlaubnis der Stadt bedürfen. Wenn die Feier dann auch noch eskaliert und Gegenstände in Richtung Polizeibeamten und Mitarbeitern des Ordnungsamts geworfen werden, hört der Spaß auf: Straftaten, wie Körperverletzung oder Landfriedensbruch, können Geld- oder Freiheitsstrafen nach sich ziehen. Mit einem Eintrag im „Führungszeugnis“ kann man sich zudem die berufliche Zukunft verbauen. Die Polizei appelliert daher an Feiernde: Distanziert euch konsequent von einzelnen Personen oder Gruppen, die aggressive Stimmung verbreiten oder sogar zu Straftaten aufrufen.

Stadt und Polizei gemeinsam unterwegs

Die Vorkommnisse vom vergangenen Freitag haben die Stadt Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen erneut zum Anlass genommen, gemeinsam und in enger Abstimmung mit dem staatlichen Schulamt an den Schulen in Stadt und Landkreis Kassel Aufklärung hinsichtlich solcher Feiern und derartigen Aufrufen über soziale Netzwerke zu betreiben.

Mit einem Infobrief sollen Lehrer und Schüler besonders sensibilisiert werden und wichtige Tipps und Hinweise zu diesem Thema erhalten. Polizeibeamte und Mitarbeiter des Ordnungsamtes werden die Entwicklung in sozialen Netzwerken und an entsprechenden Örtlichkeiten in Kassel an den kommenden Wochenenden darüber hinaus ganz besonders im Blick behalten. Größere spontane Feiern, insbesondere wenn sie einen unfriedlichen Verlauf nehmen, soll es in Zukunft nicht mehr geben.

Hinweise und Informationen für Schüler

Schüler, die gemeinsam mit anderen ihren Schulabschluss feiern wollen, erhalten Auskünfte zu möglichen Örtlichkeiten beim Ordnungsamt der Stadt Kassel unter der Telefonnummer des Service-Centers: 0561 – 115. Hinweise auf mögliche Feiern, die an nicht angemeldeten oder nicht angemieteten Örtlichkeiten stattfinden sollen, nimmt die Kasseler Polizei unter der Telefonnummer 0561 – 9100 entgegen. Zudem können sich Schüler und Jugendliche bei Fragen jeglicher Art an die Jugendkoordinatoren der Polizei oder an das Team des Polizeiladens in der Wolfsschlucht unter Tel. 0561 – 17171 wenden.

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