Kasseler Polizei bereitet documenta-Eröffnung akribisch vor

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Die mobile Wache – hier mit Rico Hergesell und Mario Mönnich zur documenta 13 im Jahr 2012 – wird am Friedrichsplatz für 100 Tage stehen.

Spezialeinsatzkommandos auf den Dächern der Stadt, speziell für Terroraktionen geschulte Beamte auf den Straßen: Die documenta ist auch für die Kasseler Polizei ein Großereignis.

Kassel. Aufregung in Kassel am Mittwochmorgen: Die schreckliche Nachricht vom Selbstmord-Attentat in Manchester war relativ frisch, da beobachteten Passanten Polizeibeamte auf den Hausdächern der Innenstadt. Keine akute Einsatzsituation, wie der EXTRA TIP auf Nachfrage erfuhr, sondern Bestandteil der polizeilichen Vorbereitungen auf die documenta.

„Diese laufen schon länger, ein besonderer Fokus gilt dabei der Eröffnungsveranstaltung, bei der der deutsche Bundespräsident sowie das griechische Staatsoberhaupt erwartet werden“, klärt Polizeisprecher Torsten Werner auf. Die documenta-Eröffnung ist für verschiedene friedliche Aktivisten, aber auch Störer, stets interessant. Der 10. Juni – unter dem Blick der Weltöffentlichkeit – sei ein neuralgischer Tag im Sicherheitskonzept. „Das war auch vor fünf Jahren schon so. Vor dem Hintergrund terroristischer Anschläge wurde das Sicherheitskonzept angepasst“, sagt Werner. Bedeutet: Mehr Beamte, auch in Zivil, werden im Einsatz sein. Auch Spezialkräfte werden Position beziehen. Und der Friedrichsplatz wird zusätzlich am Eröffnungswochenende durch Betonpoller, wie sie auch schon beim Weihnachtsmarkt zum Einsatz kamen, abgesichert.

„Während der 100 Tage werden wir neben einer erhöhten Streife- und Zivilpräsenz mit unserer mobilen Wache am Friedrichsplatz direkt vor Ort sein“, berichtet Torsten Werner. Wie zu den Weltkunstausstellungen vergangener Jahre wird die Wache zwischen 9.30 Uhr und 20.30 Uhr besetzt sein. „Gemeinsam mit der documenta-Leitung und der Stadt Kassel wurde das Konzept entwickelt, um die Veranstaltung unter den größtmöglichen Schutz zu stellen“, sagt er.

Eine akute Bedrohungslage gebe es jedoch nicht. „Wir würden keinem vom Besuch der documenta abraten“, kommentiert der Polizeisprecher die Lage.

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