Kasseler Public Art Gallery: Dieses Museum hat immer geöffnet

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Bieten nicht nur Wandkunst sondern fördern auch die künstlerisch-kulturelle Entwicklungin Städten und Gemeinden: Dustin Schenk (re.) und Stefan Gebhardt vom Kasseler Verein Kolorcubes.
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Hingucker: Neben vielen Wandbildern sind im Schiller-Quartier auch viele Kunstsäulen aufgestellt.

„In aktuellen Zeiten ist das doch ideal“, so Dustin Schenk vom Kolorcubes e.V. Über 20 bemalte Hauswände, Kunstsäulen und weitere Kunstwerke warten in der Public Art Gallery auf die Besucher.

Kassel. Während die meisten Museen in Corona-Zeiten eher spärlich besucht werden, hat dieses Museum immer auf: die Straße. Genauer gesagt: Das SchillerViertel und die umliegenden Straßen. So bleiben regelmäßig Leute nicht nur beim Spazierengehen vor den Graffitis und Hauswandbildern stehen, sondern kommen deswegen auch direkt ins Schilllerquartier.

„In aktuellen Zeiten ist das doch ideal“, so Dustin Schenk vom Kolorcubes e.V. In anderen Städten haben sich Graffiti- und Wandmalerei-Projekte längst zu starken Tourismuszielen entwickelt – und Kassel ist auf dem besten Weg dahin. „Über 20 bemalte Hauswände, Kunstsäulen und weitere Kunstwerke warten in der Public Art Gallery auf die Besucher. Der Weg erstreckt sich auf das gesamte Schillerquartier, den Hauptbahnhof-Bereich bis nach Rothenditmold, in die Nordstadt und an den Kasseler Hafen.“ Es gibt also viel zu entdecken. Mitten in der Rothenditmolder Straße ist in einer ehemaligen Industriehalle das Herzstück des Vereins, das Workspace der Kreativen rund um Dustin Schenk, Stefan Gebhardt und Sarah Menzel beheimatet. Und die Public Art Gallery ist längst zu einer kleinen Version der Berliner „East Side Gallery“ geworden (Der EXTRA TIP berichtete).

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Pelucas Bubbles ist da! Seitdem sein Zwillingsbruder @liqen vor einigen Jahren eins der größten Murals im Viertel gestaltet hat, war es unser Plan, auch Pelucas nach Kassel zu bringen. Von Mexico über seine spanische Heimatstadt Vigo malt er nun in der Kasseler Altstadt am Graben die Hauswand vom Hostel Marstall. Prima für Kassel, denn: Pelucas‘ Kunst ist bunt, fantasievoll, surreal und bringt eine gute Energie zurück dorthin, wo schon vor einiger Zeit die Gebrüder Grimm ihre Geschichten am laufen hatten…bis Ende der Woche malt Pelucas noch, bevor er weiter durch Europa tourt. Noch ein kleiner Hinweis: Schaut morgen auch gerne an unserem KuMiN-Stand in der Nordstadt vorbei, wir haben nämlich Prints und Poster von Pelucas for sale! ____________ #kolorcubes #kolorcubeskassel #pelucasbubbles #surrealism #mural #graffiti #acrylic #painting #neomuralism #art #streetart #street_art #surreal #graff_art #pelucas #spanishart #spanish #international #vigo #kassel #kassellive #kassellove @pelucaspilasbubbles

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 „Die Open Air-Galerie wertet nicht nur den Kasseler Kiez auf, sondern ist auch prädestiniert für ein solches Konzept“, sagt Künstler Schenk. „Um nach außen zu verdeutlichen, welch kreatives Potenzial im früheren mit Prostitution und Drogen durchzogenen Stadtteil steckt, wurde in 2016 der Verein „Kolorcubes“ gegründet“. Künstler aus der ganzen Welt haben sich in den Vierteln mittlerweile verewigt. Die unterschiedlichen Werke inspirieren und eröffnen dem Betrachter eine unbeschreibliche Fülle von Möglichkeiten zur Interpretation. „Von der kurativen Auswahl der Wände, Gespräche mit den Eigentümern bis hin zur Auswahl entsprechender Künstler und deren professioneller als auch persönlicher Betreuung vor Ort kümmern wir uns um alles, was innerhalb eines solchen Projektes wichtig ist. Der Gedanke hinter unserer Liebe zu Streetart, allem voran Graffiti, fußt neben ästhetischen Komponenten auf dem Denken, dass Kunst im öffentlichen Raum Menschen zusammenbringen und ganze Stadtzüge bereichern kann.“

Mit seinem Beirat vom SchillerViertel-Verein und im Verein Einfach Nordhessen arbeitet Schenk auch fortlaufend am kreativen Stadtteilentwicklungsprozess. Auch für andere Städte und Gemeinden. So wurden vor kurzem Projekte in Sontra realisiert, bei dem unter anderem eine Wand mit „Glück auf“ verschönert wurde. Kolorcubes will die Augen der Stadt für hochwertige Fassaden-Kunst öffnen. Daher arbeitet der Verein mit der Stadt Kassel, dem Stadtbauamt, dem Kulturamt, Hauseigentümern und Investoren sowie mit der Kunst und Kulturszene Hand in Hand. „Wichtig sind dafür auch Workshops mit Kindern und Erwachsenen. Kunst und der Drang etwas zu gestalten und anzumalen steckt schließlich in jedem von uns“, sagt Dustin Schenk. Das Kolorcubes-Team bietet auch Führungen und Kunstvermittlung an. Weitere Infos unter: Kolorcubes.de

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