Kasseler Terror-Zwillinge im Irak gefallen

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Medienberichten zufolge, sollen sich Zwillingsbrüder aus Kassel dem Islamischen Staat angeschlossen haben. Einer der Brüder sprengte sich in die Luft.

Kassel. Diese Meldung sorgte für Entsetzen in Nordhessen: Das Kasseler Zwillingspaar Manuel und Christoph G. sollen sich einem Bericht der BILD zufolge für den Terror-Wahnsinn der ISIS geopfert haben. So soll sich Manuel G. bei einem Selbstmordanschlag mit sieben Tonnen Sprengstoff im Irak in die Luft gesprengt haben. Bruder Christoph sei bei Kämpfen mit der irakischen Armee gefallen.Wie auf Bild.de berichtet wird, soll Manuel G. mit dem Selbstmordanschlag auf eine Kommandozentrale der irakischen Armee die Eroberung dieser durch IS-Truppen ermöglicht haben. Dem Bericht zufolge sei er mit einem gepanzerten  Truppentransporter, den ISIS zuvor von der irakischen Armee erbeutete, in die feindliche Kommandozentrale gefahren sein, und sich sowie dutzende Menschen in die Luft gesprengt haben. Mitkämpfer der ISIS konnten so die Kommandozentrale einnehmen sowie Waffen, Munition und Fahrzeuge erbeuten.

Gefeierte Märtyrer

Die Propaganda-Abteilung des Islamischen Staats veröffentlicht kurz darauf Fotos, die Manuel G. auf seiner irren Selbstmord-Fahrt zeigen sollen. Die Einnahme der Kommandozentrale sei laut Bild ein großer Erfolg für die Islamisten, denn die militärischen Nachschublinien der irakischen Regierung für die Provinz al-Anbar sollen dadurch beeinträchtigt worden sein. Für den Anschlag wurde der Kasseler Terrorist deshalb in der neunten Ausgabe von ISIS’ Propagandamagazin "Dabiq" geehrt – gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder. Sie werden nun als Märtyrer gefeiert, sollen den wirren Versprechungen der Prediger für die grauenvolle Tat mit dem Paradies belohnt werden.

Wahrheit oder Propaganda?

Bei den beiden jungen Männern soll es sich um Konvertiten handeln, also um Muslime, die zunächst als Christen aufwuchsen. So sollen die Kasseler sogar getauft worden sein und die Konfirmation erlebt haben. Über Kontakte in die Salafisten-Szene radikalisierte sich das Duo und ging letztlich in den Irak – wo sie nun gefallen sein sollen.Ob die Berichte der Wahrheit entsprechen ist derzeit allerdings noch unklar. Es könnte sich auch um gezielte IS-Propaganda handeln. Die Polizei Kassel wusste bisher nichts von den Vorfällen.

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