Kasseler „Well being“-Stiftung wird 10 – eine Erfolgsstory

„Bildung ist der Schlüssel zur Nachhaltigkeit“, sagt Uwe Kleinkauf, Sprecher der Well being-Stiftung im Rückblick auf die zehn Jahre seit Gründung.
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„Bildung ist der Schlüssel zur Nachhaltigkeit“, sagt Uwe Kleinkauf, Sprecher der Well being-Stiftung im Rückblick auf die zehn Jahre seit Gründung.

„Durch das Heranwachsen unserer Kinder erkennen wir die Unterschiede in unserer Gesellschaft. Die Freuden des Lebens sind nicht selbstverständlich. Es ist nicht selbstverständlich, dass man füreinander zum Segen wird.“, sagt Uwe Kleinkauf über die Gründungsidee der Well being-Stiftung, die er gemeinsam mit seiner Frau Kirstin Homburg-Kleinkauf und seinem Vater Prof.

Dr. Werner Kleinkauf, dem visionären SMA-Pionier vor zehn Jahren ins Leben rief. Sätze, die genau so in die Präambel der Stiftung aufgenommen wurden. Und auch heute noch die gleiche Gültigkeit haben.

Kassel. „Das Thema Zukunft ist unsere Herkunft – und Zukunft wollen wir auch für jene schaffen, die wir mit unseren Mitteln fördern und begleiten“, schlägt Uwe Kleinkauf die Brücke vom vermögensbildenden Solar-Unternehmen SMA zum Stiftungszweck. 3,1 Millionen Euro hat die Stiftung seit ihrer Gründung in soziale sowie kulturelle Projekte für Kinder, Jugendliche und Familien in Nordhessen investiert. Aus eigenen Mitteln, aber auch durch viele Spenden, die weiter sehr willkommen sind.

Die „Well being“-Stiftung ist dabei über die Jahre selbst professioneller und eigenaktiver geworden. Vier festangestellte Mitarbeiter betreuen sowohl Geförderte und realisieren als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe eigene Projekte mit Kindern und Jugendlichen. Die Bandbreite ist dabei groß: Ob Freestyle oder Mr. Wilson, Familienzentrum Nordstadt, Klangkeller, Kopiloten, Zirkutopia oder Theatergruppe Irrlichter – „Kinder sollen Zugang zur Vielfalt finden, sollen ihre Identität entwickeln können, sollen erfahren: , Ich bin gut, ich bin wichtig, ich kann in dieser Welt etwas ausrichten“, skizziert Uwe Kleinkauf das verbindende Element der geförderten Projekte und Vereine.

Wertvolle Verbindungen zu schaffen und Nachhaltigkeit zu erzeugen, ist für die Well being-Stiftung immer wichtiger geworden. Netzwerke wurden initiiert und Vereinen mit professioneller Hilfe zur Seite gestanden. Die Finanzierung von Personal-Stellen war nicht selten der Schlüssel zum Erfolg. Denn nur so konnten die Vereine die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen so erfolgreich gestalten, dass auch andere darauf aufmerksam wurden, unterstützten und spendeten. Kleinkauf: „Wir wollen nicht das One-Hit-Wonder. Wir möchten durch unsere Unterstützung eine Sichtbarkeit zum einen und eine Kontinuität zum anderen schaffen.“ Nicht ohne Stolz verweist er darauf, dass es einige Projekte aus den Stiftungs-Anfängen mittlerweile zu einer Unterstützung aus dem städtischen Haushalt gebracht hätten. „Und die vergangenen vier Kulturpreis-Träger der Stadt Kassel gehörenen zu den Geförderten durch unsere Stiftung.“ Angesichts dieser Erfolge attestierte die ehemalige Kasseler Jugenddezernentin Anne Janz der Stiftungscrew schon mal „ein besonders gutes Näschen.“

Nicht immer muss es die große Bühne sein, um den Wert der Stiftungsarbeit zu bemessen. Die Montagsgruppe von und für Menschen mit Autismus, das Raumlabor, das Kinder auf künstlerisch Expeditionen führt, die vielen Aktivitäten mit Tanz, Theater und Musik – sie machen die Vielfalt und die Bedeutung von nachhaltiger Stiftungsarbeit aus. Gerade letztere Aktivitäten erleben – die Erschwernisse in der Pandemie außen vor – dank der Räumlichkeiten des UK14, des Schultheaterzentrums Nordhessen, perfekte Möglichkeiten für ein professionelles Arbeiten. Die Eventlocation in bester Innenstadtlage schuf Uwe Kleinkauf, der bei der Konzeption sowohl an Nutzer aus dem Firmensektor aber auch ganz stark an die Kinder- und Jugendarbeit dachte. Heute fügt sich alles zusammen, wenn fünf Prozent der Raummiete kommerzieller Nutzer an die Well being Stiftung fließen. Perfekt ausgestattet für Abstandregeln und Hybrid-Veranstaltungen ist das UK14. Doch am liebsten würde er mal wieder Kinderlachen durch die Räume schallen hören, das ist Uwe Kleinkaufs Zukunftswunsch beim Gespräch mit dem EXTRA TIP.

Rückblickend auf die vergangenen zehn Jahre sagt er: „ Es ist ein schönes Gefühl, dass man etwas bewegen konnte in Kassel.“ Schön für die Heimat, dass die Well being Stiftung weiterhin ganz viel bewegen wird.

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