Vom Bodybuilder zum Schauspieler: Kaufunger Chris Noll ist ein Mann für harte Rollen

+
Für das deutsche Fernsehen war die bislang größte Rolle von Chris Noll ein Auftritt bei der RTL2-Sendung „Köln 50667“ – als harter Schlägertyp.

Nach Dreharbeiten und Statistenrollen im Ausland soll die Karriere von Chris Noll nun in Deutschland starten. Nach einem Auftritt bei „Köln 50667“ hofft er auf den Durchbruch.

Kaufungen. Eine Frau alleine im Park, zwei Schlägertypen nähern sich, packen sie und drohen: „Ich habe eine Botschaft für dich!“ Die Szene, gedreht für die RTL2-Sendung "Köln 50667", ist natürlich nur gestellt und der bislang größte Erfolg für Chris Noll im deutschen Fernsehen. Der ehemalige Wettkampf-Bodybuilder aus Kaufungen hat das Schauspielern für sich entdeckt – durch Zufall während eines Aufenthalts in Australien. „Ich wollte die Welt sehen und reisen. Down Under fragte mich eine Bekannte, ob sie mich nicht ihrer Agentur vorstellen solle. Und schon zwei Tage später hatte ich meinen ersten kleinen Job vor der Kamera“, so der 31-Jährige. Aufgrund seiner durchtrainierten Statur, die er sich über die letzten zehn Jahre antrainiert hat, ist er perfekt für härtere Rollen geeignet.

Auch heute noch steht regelmäßiges Training auf dem Programm des Kaufungers. Für seine Rollen muss er seine kräftige Statur erhalten.

„Oft wurde und werde ich für fiese Rollen als Bad Boy gecastet, aber auch für Szenen, wo meine körperliche Erscheinung im Vordergrund steht“, erzählt er. So agierte er schon als Bodydouble oder betrunkener Pöbler, der verhaftet wird. Mit den Rollenangeboten verbesserte sich auch sein Englisch, aus kleinen Statistenrollen wurden Sprechrollen und nach einem Jahr Australien ging es vor drei Jahren nach Vancouver, Kanada. Dort ist nach Hollywood die zweitgrößte Filmindustrie der Welt angesiedelt und Chris Noll konnte Jobs für Werbedrehs, TV-Auftritte und eine Statistenrolle in dem großen Hollywood-Streifen „Planet der Affen – Survival“ ergattern.

Drei Monate Dreharbeiten für Hollywood

„Die Dreharbeiten waren meine bislang größte Produktion. Über drei, vier Monate waren wir am Set, 300 Statisten wirkten mit und die Drehtage waren lang. Teils wurde 15 bis 16 Stunden gefilmt, die Auflagen waren streng und alles sehr geheim“, berichtet Noll, der im Film einen Soldaten spielt. „Bei solchen Rollen kommt mir meine Zeit bei der Bundeswehr zugute. Ich weiß, wie man marschiert, ein Gewehr hält und sich damit bewegt.“

(Im Trailer zu Planet der Affen ist Chris bei Minute 1.20 gut zu erkennen und bei Minute 1.10 und 3.22 im Hintergrund zu erkennen.)

Diesen Vorteil konnte der Kaufunger auch bei seinem nächsten Stop in London nutzen, wo er 16 Monate verbrachte und für verschiedene Rollen vor der Kamera stand, bevor es ihn Anfang des Jahres zurück in seine Heimat Nordhessen zog. Von Kaufungen aus sucht der Bürokaufmann in Teilzeit passende Rollen, ist bei einer Agentur gemeldet und bekommt diverse Angebote pro Tag.

„Die Erfahrung, die ich im Ausland bei den rund 200 Drehs sammeln konnte, kommen ganz gut an. Bis Ende des Jahres möchte ich an meine Erfolge aus dem Ausland anknüpfen. Dort hatte ich teils vier bis fünf Drehs die Woche, habe damit nicht schlecht verdient. Ein Traum für mich wäre ein Werbesport für einen Autohersteller wie Porsche oder ein regelmäßiger Auftritt in einer TV-Serie “, verrät er. Ob er dann erneut in die Rolle des Fieslings schlüpft, wird sich zeigen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Fasanenhof: Gartenhütte in Flammen

In der Nacht brannte eine Gartenhütte im Stadtteil Fasanenhof. Weitere Gebäude wurden nicht beschädigt.
Fasanenhof: Gartenhütte in Flammen

Kassel: Mit Haftbefehl gesuchter Ladendieb verletzt Detektiv

Mit weiteren, zur Hilfe geeilten Angestellten konnte der Dieb gebändigt werden, bis die Polizei kam
Kassel: Mit Haftbefehl gesuchter Ladendieb verletzt Detektiv

Nahverkehrsangebot in Nordhessen wird ab Mittwoch erneut reduziert

NVV empfiehlt Fahrgästen, gewünschte Fahrten vorher immer zu überprüfen.
Nahverkehrsangebot in Nordhessen wird ab Mittwoch erneut reduziert

Trotz Corona gibt‘s Knöllchen: Kassel verzichtet wegen Virus-Krise nicht auf Strafzettel

Die meisten Läden sind wegen der Corona Krise geschlossen. Die Stadt Kassel kassiert auf den Parkplätzen aber trotzdem weiter.
Trotz Corona gibt‘s Knöllchen: Kassel verzichtet wegen Virus-Krise nicht auf Strafzettel

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.