Keine Chance für China-Böller

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Kassel. Der offizielle Feuerwerksverkauf ist gestartet. Kontrolleure des Regierungspräsidiums überprüfen mehr als 220 Verkaufsstellen.

Kassel. Ein paar Meter hinter dem Eingangsbereich liegen sie: Goldflitter-Raketen, 60-Schuss-Batterie-Feuerwerke oder die Power Collection mit Knall- und Leuchtartikeln. Volker Döhring lässt sich von der bunten Verpackung nicht ablenken. Ihn interessiert das Kleingedruckte. "Dieser Artikel hat das CE-Zeichen und eine Registriernummer.  So soll es ein", sagt er.Volker Döhring muss es wissen. Seit 20 Jahren kontrolliert er im Auftrag des Regierungspräsidiums Kassel  den Verkauf von Feuerwerk im Einzelhandel.  In diesem Jahr starteten er und acht Kollegen bereits am Freitag, einen Tag vor dem offiziellen Verkaufsstart. Auf ihrer Liste: rund 220 Verkaufsstellen im gesamten Regierungsbezirk Kassel.

Immer wieder schwarze Schafe

Für Volker Döhring beginnt der Samstag im Real Markt im Franzgraben Kassel. Auch ohne seine Checkliste weiß er nach ein paar Minuten: Hier ist alles vorschriftsgemäß. Es gibt eine Aufsichtsperson, die sicherstellt, dass pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2 nicht an Minderjährige verkauft werden; ein Feuerlöscher und ein Hinweisschild mit Rauchverbot sind vorhanden, leicht entzündliche Materialien oder Spraydosen befinden sich nicht in unmittelbarer Nähe, die Fluchtwege sind nicht zugestellt. Auch in den  Lagerräumen gibt es nichts zu beanstanden; Brandschutz und Menge der gelagerten Feuerwerkskörper sind vorbildlich.

Verstöße können teuer werden

Trotzdem  gibt es auch schwarze Schafe: Immer wieder finden die Kontrolleure Händler, die den Feuerwerksverkauf nicht wie vorgeschrieben 14 Tage vor Verkaufsstart anmelden oder die Pyrotechnik nicht in einem Verkaufsraum sondern in einem Kiosk oder aus dem Kofferraum vertreiben. "Solche Verstöße sind Ordnungswidrigkeiten, die mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro belegt werden können", mahnt Volker Döhring.Oberstes Ziel der Kontrollen sei die Sicherheit der Verbraucher. "Wir möchten sicherstellen, dass nur zertifizierte Ware in den Handel gelangt. Wenn ein Böller aus Osteuropa in der Hand explodiert, ist die ab. Da hilft auch kein Chirurg mehr."

Vorschriftsgemäß gehandhabt sei Pyrotechnik etwas Tolles, sagt Volker Döhring, der am 31. Dezember selbst ein paar Raketen abfeuern wird. Angst, dass er auf der Suche nach CE-Zeichen durch die Straßen schleicht, bräuchten die Nachbarn allerdings nicht haben. "In der Silvesternacht kann ich Job und Privates sehr gut trennen."

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