Keine Ruhe für Hündin Jessy: Gräber auf Tierfriedhof geschändet

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Im Oktober vergangenen Jahres verstarb Alexander Zukovskijs Hündin Jessy. Auf dem Tierfriedhof in Niederzwehren sollte sie in Frieden ruhen - doch Grabschänder lassen das nicht zu.

Kassel. Alexander Zukovskij steht die Traurigkeit noch immer ins Gesicht geschrieben. Im Oktober vergangenen Jahres ist seine Hündin Jessy verstorben – nach 13 Jahren. So ganz hat er den Tod seiner Hündin noch nicht verkraftet, denkt noch oft an die gemeinsame Zeit zurück.

„Jessy war vier Monate alt, als sie zu mir kam“, sagt er und ergänzt: „Es war eine sehr schöne Zeit.“ Sich einfach einen neuen Hund zu kaufen kommt für ihn nicht in Frage, „das würde sich falsch, ein bisschen wie Verrat anfühlen“, erklärt er. Nach ihrem Tod beschloss Zukovskij, Jessy auf dem Tierfriedhof Niederzwehren zu begraben und ihr einen würdevollen letzten Ruheort zu schaffen.

Im Oktober vergangenen Jahres musste Alexander Zukovskij Abschied von seiner Hündin nehmen.
Waren viel unterwegs: Hündin Jessy mit Herrchen Alexander Zukovskij im Urlaub.

Doch diese Ruhe wird gestört, Blumen auf dem Grab zertreten, Dekoration geklaut. „Das ist jetzt schon das dritte Mal“, sagt Zukovskij während er auf dem Friedhof in Richtung Jessys letzter Ruhestätte schreitet. Doch nicht nur ihr Grab ist von den Schändungen betroffen: „Leider kommt es in letzter Zeit häufiger vor, dass Dinge von den Gräbern verschwinden oder Sachen kaputt gemacht werden“, sagt Edeltraud Wanke-Siebert, Geschäftsführerin des Tierfriedhofs Niederzwehren. „Wir gehen davon aus, dass es Kinder waren die durch ein Loch im Zaun auf den Friedhof gelangten“, so Wanke-Siebert weiter. Der Verdacht liegt nahe, da vor kurzem nicht weit vom Friedhof verschiedene Grabutensilien gefunden wurden. „Doch was wollen Kinder mit diesen Dingen?“, fragt sich Jessys Herrchen. Zumal Dinge fehlen würden, die man sich durchaus auch in den Garten stellen könne, „kleine Lampen und sowas“, sagt er. Das Loch im Zaun will Wanke-Siebert jetzt erstmal schließen, „vielleicht installieren wir sogar eine Kamera, so weit ist es schon gekommen.“

„Mir geht es nicht ums Geld, ich möchte nur das Jessy ihre Ruhe hat und ich das Grab so vorfinde, wie ich es hinterlassen habe, das ist, meine ich, nicht zu viel verlangt“, so Zukovskij. Er hat schon überlegt, das Grab aufzulösen und an andere Stelle einen Ort der Ruhe für seine Hündin zu schaffen. „Wenn es so weitergeht, bleibt mir nichts anderes übrig.“

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