Keiner geflüchtet: Unfall mit Gefangenentransporter

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Ein Unfall mit einem JVA-Gefangenentransporter vor dem Kasseler Amtsgericht am Steinweg hat die Polizei auf den Plan gerufen.

Kassel. Blaulicht, Krankwagen - und mittendrin ein Gefangenentransporter. "Ist da etwa jemand geflüchtet?", fragten sich Autofahrer auf dem Kasseler Steinweg heute vormittag um kurz nach 10 Uhr. "Nein", sagt Polizei-Presssprecher Thorsten Werner. Zwar hätte es einen Unfall mit einem Gefangenentransporter der JVA in der Nähe des Amtsgerichts gegeben, "die Kollegen sind aber nur zur Unfallaufnahme und Verkehrssicherung ausgerückt".

Ein Audi Q7 war im ampelgeregelten Kreuzungsbereich der "Trompete" in die Seite des Transporters gekracht. Vier Menschen wurden dabei verletzt,  Gefangene befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls nicht im Transporter.

Wie die Beamten des Polizeireviers Mitte berichten, passierte der Unfall während die Ampelanlage ausgeschaltet war. Die Verkehrsteilnehmer hatten sich zu dieser Zeit an den Verkehrsschildern zu orientieren.

Nach Angaben der Beamten war eine 19 Jahre alte Autofahrerin aus Kassel mit ihrem SUV auf der Frankfurter Straße zwischen Steinweg und Weinberg unterwegs. Zur selben Zeit befuhr ein 56-jähriger Justizbeamter mit einem Gefangenentransporter die Fünffenster Straße und bog nach links auf die Frankfurter Straße in Richtung des Steinwegs ein. Dabei ereignete sich der Zusammenstoß im Einmündungsbereich. Die junge Autofahrerin, die mit ihrem Audi auf der Vorfahrtstraße unterwegs war, krachte gegen die Fahrerseite des Sprinters. Infolge des Unfalls verletzten sich nicht nur die beiden Fahrer, sondern auch die beiden Mitfahrer im Audi, eine 18-Jährige aus Schauenburg sowie ein 35-Jähriger aus Helsa, und der Beifahrer im Transporter, ein 30-jähriger Justizbeamter.

Mehrere Rettungswagen brachten die fünf Verletzten in Kasseler Krankenhäuser. Nach Angaben der Beamten entstanden an beiden beteiligten Fahrzeugen wirtschaftliche Totalschäden. Der Wert des Q 7 beläuft sich auf ca. 15.000 Euro, der des Mercedes Sprinters auf etwa 30.000 Euro. Beide Fahrzeuge mussten von der Unfallstelle abgeschleppt werden. Es kam zu Verkehrsbehinderungen rund um die Trompete, die nach zwei Stunden schließlich wieder frei befahrbar war.

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