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„Kirmes light“ in Wehlheiden

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Gehört bei der Kirmes mit dazu: Der traditionelle Festumzug durch Wehlheiden. © Schardt

Wehlheider Kirmes: Auf was die Kasseler sich freuen dürfen und worauf sie verzichten müssen

Kassel. Der Zissel und die Wehlheider Kirmes, das sind die beiden großen Kasseler Volksfeste, auf die sich jeder waschechte Kasseläner freut. In den letzten beiden Jahren mussten die Volksfest-Fans allerdings coronabedingt ausfallen. In diesem Jahr gehen beide Events wieder an den Start. Allerdings anders als vor Corona.

„Wir werden den Fans der Wehlheider Kirmes in diesem Jahr am 12. und 13. August leider nur ein abgespeckte Version unseres traditionsreichen Volksfestes präsentieren können“, sagt Heidi Reimann, eines der vier Vorstandsmitglieder der Kirmesgemeinschaft der Turngemeinde Wehlheiden, die die Kirmes jedes Jahr federführend ausrichtet. Der Hauptgrund dafür ist die „unsichere Lage“. Co-Vorstandsmitglied Sönke van der Werf erklärt: „Ob man im Sommer ein Volksfest dieser Größenordnung ohne Einschränkungen feiern kann, ist nach wie vor unsicher. Man stelle sich vor, wir kriegen eine neue aggressive Corona-Variante. Oder der Krieg in der Ukraine eskaliert noch mehr. Dann müsste man eine solche Veranstaltung kurzfristig absagen. Und wenn dann Schausteller auf Schadensersatz klagen würden, stünden wir dumm da.“

Problem: Im Gegensatz zum Zissel, wo sich Kassel Marketing um den kommerziellen Teil der Veranstaltung kümmert, stemmt in Wehlheiden die Kirmesgemeinschaft alles selbst. „Wir können uns einen finanziellen Draufleger einfach nicht leisten“, bittet Heidi Reimann um Verständnis.

Darum soll es in diesem Jahr nur eine „Kirmes light“ geben. Und die sieht so aus: Die Tischbeinstraße und die Kohlenstraße werden nicht – wie sonst immer – teilgesperrt. Auf größere Fahrgastgeschäfte will man verzichten. „Wir können auf dem Georg-Stock-Platz feiern“, sagt Reimann, „und natürlich wollen wir die lokalen Gaststätten und Kneipen mit ins Boot holen – Düsseldorfer Hof, Bleibtreu, Backstube und Knösel, um nur einige zu nennen.“ Gespräche mit den Wirten sollen zwischen Ende April und Anfang Mai stattfinden.

„Und 2023 können wir dann hoffentlich wieder eine ‘richtige‘ Kirmes über vier Tage feiern“, so Reimann.

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