Klare Botschaft: 10.000 Menschen bei "Zusammen stark"-Demo vor Regierungspräsidium Kassel

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Bildergalerie: Donnerstagnachmittag besuchten 10.000 Menschen die "Zusammen stark"-Demo vor dem Regierungspräsidium und setzten damit ein deutliches Zeichen gegen rechtsextreme Gewalt.

Kassel. „Wir fliegen weg, denn wir leben hoch – Die Welt ist klein und wir sind groß.“ lautet der Refrain im Lied von Mark Forster, das die Musikschule Kassel am Donnerstag zum Abschluss der „Zusammen stark“-Demo anstimmte. Mitarbeiter des Regierungspräsidiums ließen dazu bunte Luftballons in Erinnerung an ihren ermordeten Chef, den Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke, in den Himmel steigen. Einer von vielen Gänsehautmomenten der Veranstaltung, die gut 10.000 Menschen (Schätzungen von Polizei und Stadt) besuchten und damit ein deutliches Zeichen gegen rechtsextreme Gewalt setzten. Schon der musikalische Auftakt mit „Nur zu Besuch“ von den Toten Hosen hatte die Menschen tief berührt.

Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle hatte dann zuerst das Wort ergriffen („Liebe Demokraten, wir müssen wachsam sein, in allen Lebensbereichen - auch im Internet“); seiner kurzen Ansprache folgten Beiträge von Hessens Justizministerin Eva Kühne Hörmann („Wir lassen uns die Freiheit nicht nehmen, die uns ein starker Rechtsstaat bietet.“) sowie Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck. Er sprach aus, was viele der versammelten Menschen fühlen und denken: „Walter Lübcke – das wird immer deutlicher – musste sein couragiertes Eintreten für Humanität aus christlicher Gesinnung mit dem Leben bezahlen. Rechter Irrsinn und rechte Verblendung gehen inzwischen so weit, dass politisch Verantwortliche in Kommunen und Ländern mit dem Tod bedroht werden. Das ist für uns als Zivilgesellschaft unerträglich! Beschwichtigen und Abwiegeln geht nicht mehr! Es schadet unserem solidarischen Zusammenleben!“

Kassel reihe sich ein in die vielen Veranstaltungen und Demonstrationen, die inzwischen überall in Deutschland stattfinden, um ein klares Zeichen zu setzen: „Mit uns nicht!“ Nach „Imagine“ von John Lennon und einer kurzen Lesung von Staatstheater-Intendant Thomas Bockelmann gaben Redner wie (u.a.) Landrat Uwe Schmidt, Regierungsvizepräsident Herrmann-Josef Klüber oder Carsten Rahier (Unternehmerverbände) den vielen versammelten Menschen eine Stimme bevor Fuldas Bischof Dr. Michael Gerber abschließende Worte sprach. Sein Wunsch: „Dieser Abend sei ein Zeichen der Hoffnung, dass angesichts der komplexen Herausforderungen, welche die Situation unseres Globus kennzeichnet, das Grundgefühl unserer Seele nicht Enge und Bedrohung ist, sondern vielmehr unser Horizont sich weitet.“

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