Kleine Quieker in größter Not: 27 verwahrloste Meerschweinchen aus Kellerverlies gerettet

Einige Tiere wiesen bereits Verletzungen aufgrund von Beißattacken auf.
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Einige Tiere wiesen bereits Verletzungen aufgrund von Beißattacken auf.

Weil der Besitzer seit mehreren Tagen im Krankenhaus liegt, konnte er sich nicht mehr um seine Tiere kümmern.

Dörnhagen. Gutes Ende für verwahrloste Nager: Die Guxhagener Katzenhilfe hat am vergangenen Wochenende 27 Meerschweinchen aus einem Wohnungskeller in Dörnhagen gerettet.

„Unsere Vereinsmitglieder mussten bei der Rettung zunächst alle Weibchen von den Männchen trennen, damit nicht noch mehr passiert“, berichtet Dieter Büchling von der Tierhilfe. Bei dem Einsatz der Tierschützer war Eile geboten. Durch einen Anruf hatten sie erfahren, dass ein Besitzer von 27 Meerschweinchen seit mehreren Tagen im Krankenhaus liegt und sich nicht mehr um seine Tiere kümmern konnte.

„Deshalb mussten die Vierbeiner schnell in einer Pflegestelle untergebracht werden. Das war allerhöchste Zeit. Die Tiere saßen alle zusammen in einem dunklen Keller – darunter ältere Männchen, schwangere Weibchen und Jungtiere. Einige Tiere wiesen bereits Verletzungen durch Beißereien auf. Auch blinde Tiere, bedingt durch Beißattacken befanden sich darunter“, berichtet Büchling weiter.

„Unser Mitglied Antje Boege-Proll hat alle mitgenommen und in ihrer Pflegestelle sofort versorgt. Nun hoffen wir, dass sich die Tiere schnell erholen.“ Ein Hilferuf unter den Tierschützern ergab weiter, dass ein kleiner Teil schon bald die Pflegestelle verlassen kann. Auch wurden Käfige und Häuschen zur Verfügung gestellt, die dringend benötigt wurden. „Ein Freund der Tierschützerin baute am darauffolgenden Tag sogar einen parzellierten Stall für das Außengehege. Für all die spontanen Unterstützung sind wir natürlich dankbar.“

„Wie kostenintensiv die weitere medizinische Betreuung sein wird, ist allerdings noch unklar. Auch die Futterbeschaffung stellt uns vor große Probleme“, ergänzt Johanna Büchling. Denn: Frisches Heu gebe es noch nicht, so sei der Kauf aus Beständen des Vorjahres angesagt. Weiter werde frisches Grün wie Gurken, Möhren usw. benötigt.

Die Guxhagener Tierschützer helfen bei aktuellem Tiernotstand, Tierleid, sozialem Tierschutz, Gnadenbrot- und Handicaptieren sowie Unterstützung bei Kastrationen. Außerdem wird Beratung und Hilfe bei Tiernotständen angeboten. Der Verein ist auf Spenden angewiesen.

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