Knapp 200.000 Euro veruntreut: Kasseler Ex-Jurist gibt Fehler zu: "Ich habe falsch gehandelt"

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Kein leichter Gang:  Wegen des Verdachts der Untreue muss sich der einstige Oberbürgermeisterkandidat und ehemalige Rechtsanwalt Dr. Bernd Hoppe (re.) vor Gericht verantworten.

Er benutzte die veruntreuten Gelder, um Schulden zu tilgen und seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Deswegen muss sich Dr. Bernd Hoppe nun vor Gericht verantworten

Kassel. Sichtlich geknickt und nervös erschien der Kasseler Stadtverordnete und ehemalige Rechtsanwalt Dr. Bernd Hoppe am Montag Morgen vor dem Landgericht. Kein Wunder: Diesmal sitzt der Ex-Jurist auf der Anklagebank! 

Dem einstigen Oberbürgermeisterkandidat wird vorgeworfen Geldbeträge in Höhe von knapp 200.000 Euro, die er anlässlich seiner beruflichen Tätigkeit als Rechtsanwalt (die Anwaltszulassung wurde ihm mittlerweile entzogen) vereinnahmt hatte, veruntreut zu haben. Des Weiteren soll Hoppe in einem anderen Mandatsverhältnis eine Kostenrechnung an eine Mandantin gestellt haben, die unter anderem eine Verfahrensgebühr und einen Gerichtskostenvorschuss beinhaltete, obwohl er eine Tätigkeit, die eine solche Abrechnung zulässt, nicht entfaltet hatte.

Laut Staatsanwaltschaft soll er in zehn Fällen die Gelder zur Tilgung seiner Schulden und zur Finanzierung seines Lebensunterhalts genutzt haben. Bevor Hoppe beim Prozessauftakt Stellung zu den insgesamt zehn Fällen nahm, entschuldigte er sich bei den Mandanten und dankte seiner Familie dafür, dass sie trotz der Vorfälle und dem Aufsehen in der Öffentlichkeit weiter zu ihm stehe.

 „Ich gebe zu, Fehler gemacht zu haben und mich nicht so verhalten habe, wie es ein Rechtsanwalt tun sollte. Ich habe falsch gehandelt und dem Beruf des Anwalts keine Ehre gemacht.“

Warum er das Geld seiner Mandanten einfach behalten habe, könne er sich auch nicht mehr erklären.

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