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Kommentar: Der Wahlkampf ist eröffnet

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Von: Ulf Schaumlöffel

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Will Kasseler Oberbürgermeister werden: Der Jurist Dr. Sven Schoeller (Die Grünen)
Will Kasseler Oberbürgermeister werden: Der Jurist Dr. Sven Schoeller (Die Grünen) © Foto: Anja Köhne/nh

Der Jurist Dr. Sven Schoeller (Die Grünen) will Kasseler Oberbürgermeister werden: Die Grünen überraschen damit mit einem Kandidaten aus der Mitte, der längst nicht nur bei den Grünen punkten, sondern durchaus mit seinem Profil auch eine konservative Wählerschaft ansprechen könnte. Doch wer sind seine Gegner?

Kassel Der Kandidat der Grünen bekommt in diesen Tagen ein Gesicht. Endlich mag der ein oder andere denken, dem das Warten schon fast zu lange gedauert hat. Denn schließlich ist es nur noch ein gutes halbes Jahr, bis die Oberbürgermeister-Wahlen stattfinden. Etwas mehr als sechs Monate, in denen ein zumindest großen Teilen der Kasseler Bevölkerung unbekanntes Gesicht bekannt werden will.

Wer ist es also, der für die Grünen das Rennen um die Stadtspitze antreten will?

Dr. Sven Schoeller, Volljurist, Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei in Kassel. Schon auf den ersten Blick ein sympathischer Typ. So die ersten Reaktionen von Kasselern, die ihn noch nicht persönlich kennen. Spricht man mit Menschen aus Schoellers Umfeld, beschreiben diese ihn als besonnenen Entscheider und zugleich Teamplayer, der sich von der besten Idee überzeugen lässt. Schoeller ist unvorbelastet. In seiner Bewerbung benennt er Visionen von einem klimagerechten Kassel, das nicht im Widerspruch zu zukunftsweisender wirtschaftlicher Entwicklung stehen soll.

Die Grünen überraschen damit mit einem Kandidaten aus der Mitte, der längst nicht nur bei den Grünen punkten, sondern durchaus mit seinem Profil auch eine konservative Wählerschaft ansprechen könnte.

Doch wer sind seine Gegner? Die CDU schickt mit Eva Kühne-Hörmann ihre prominenteste Politikerin ins Rennen. Um die politisch erfahrene, ebenfalls Volljuristin, war es in letzter Zeit eher still.

Bislang also Zurückhaltung auf Seiten der Grünen und der CDU. Diese Taktik könnte aufgehen, denn so liegt bzw. lag der Fokus der letzten Wochen auf den Verwerfungen innerhalb der SPD. Mittendrin Amtsinhaber Christian Geselle, der seine Kandidatur für die SPD mit den amtierenden Parteivorsitzenden Hechelmann und der Co-Fraktionsvorsitzenden Kopec bereits ausgeschlossen hat.

Tritt hier keine Veränderung ein, kommt für Geselle nur eine unabhängige Kandidatur in Frage, die aufgrund seiner Bekanntheit auch nicht zu unterschätzen wäre. Doch ob der Mann klarer Worte auf dieses Schlamassel überhaupt noch Lust hat, bleibt abzuwarten. Ebenso, wen die SPD ins Rennen schicken wird.

Nach der Zurückhaltung dürfen nun die Spiele beginnen: Der Wahlkampf ist eröffnet!

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