Es kommt Bewegung in die freien Zimmer: Hugenottenhaus lädt wieder zur Kunstschau

Packt der Kuratorenfamilie Maren, Silvia und Lutz Freyer nicht nur an, sondern stellt dort auch aus: Der Kasseler Künstler Stephan von Borstel (2.v.li.)

Und der Start für die zweite Kunstschau im und rund ums Haus steht ebenfalls fest: Am Freitag, 17. Juli, um 11 Uhr öffnet die Ausstellung Bewegte Zimmer ihre Türen

Kassel. Nach unzähligen Arbeitsstunden, die die Hugenottenhaus Kuratoren Silvia und Lutz Freyer mit ihrer Tochter Maren und ihrem Team im Garten des geschichtsträchtigen Haus in der Friedrichsstraße 25 verbracht haben, ist dort schon das erste Kunstwerk zu sehen: „In Art we trust“ prangt an der Wand –gesprüht aus Bauschaum.

Und der Start für die zweite Kunstschau im und rund ums Haus steht ebenfalls fest: Am Freitag, 17. Juli, um 11 Uhr öffnet die Ausstellung Bewegte Zimmer ihre Türen und wird bis Sonntag, 27. September, zu sehen sein. Wegen der Corona-Pandemie wird es dabei aber etwas anders als gewohnt zugehen. Zur Ausstellung Freie Zimmer kamen im letzten Jahr tausende Besucher. Mit einer großen Vernissage wurde die Wiederbelebung des letzten documenta-Hotspot gefeiert.

Doch diesmal geht das leider nicht so: „Wir müssen die Besucherzahlen natürlich limitieren und eine große Eröffnungsfeier wird es leider nicht geben“, berichtet Lutz Freyer, der die Ausstellung mit seiner Frau Silvia und Udo Wendland konzipiert hat. Aber das Gelände sei groß genug. Komme es zu Wartezeiten, könnten Besucher im neu gestalteten Garten die Zeit verbringen. „In der Ausstellung zeigen 15 Künstler ihre Werke.“ Weiter gibt es die Atelierräume, in denen die Besucher selbst zu Akteuren werden.

Das erste Kunstwerk ist schon da: „In Art we trust“ prangt an der Wand

Besonderes Highlight: Die Café-Bar im Bodesaal Perle 2, die von Maren Freyer mit Unterstützung von David Sigwart, entwickelt und betrieben wird. Sie bietet Raum für Kunstgespräche, Veranstaltungen, Konzerte, Filmevents und weitere Möglichkeiten. Verschiedene holzbeplankte Plattformen und Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Mitten in der Stadt zwischen Grimmwelt und Rathaus gelegen ist eine grüne Kunstoase entstanden. Die Kunstschau läuft dies Jahr unter dem Namen bewegte Zimmer. „Kunst bewegt doch immer. Und das sogar gleich zweierlei: Zum einen bewege ich die Kunst, wenn ich sie im Raum aufstelle und zum anderen bewegt sie mich, wenn ich sie betrachte. Sie bewegt uns und macht etwas mit uns. Deswegen haben wir die Ausstellung diesmal bewegte Zimmer genannt.“

Zahlreiche Sitzplätze entstehen in der Kunstzone.

Abschlusswerke von Studenten

Zum Ausstellungskonzept gehören auch eine Kooperation mit der Schule am Wall, mehrere Workshops mit spannenden Namen wie beispielsweise „Geldwäsche“ und Werke von Absolventen der Kunsthochschule. Da der jährliche Rundgang an der Uni, bei dem die Studenten ihre Abschlusswerke präsentieren, wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, gibt das Hugenottenhaus-Team einigen Studenten die Gelegenheit, ihre Werke im Rahmen der bewegte Zimmer zu zeigen. Die Eröffnung wird digital aufgezeichnet und am Freitag, 17. Juli ab 10 unter www.artort.tv online gestellt. Eintrittspreise: Erwachsene 6 bis 10 €, Dauerkarte 24 €, Ermäßigung auf Anfrage. Weitere Infos gibt es unter: der Facebook und Instagram-Seite vom Hugenottenhaus.

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