Kriminalitätsstatistik Nordhessen: Höchste Aufklärungsquote - Gewalt gegen Polizisten steigt

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Am Mittwoch stellte Polizeipräsident Konrad Stelzenbach mit dem Leiter des Abteilungsstabes, Marco Bärtl, und dem Leiter der Pressestelle, Torsten Werner (li.), die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2018 für das Polizeipräsidium Nordhessen vor:

Das Polizeipräsidium Nordhessen verzeichnet seit seinem Bestehen (2001) nicht nur einen Tiefstand bei den Gesamtstraftaten, sondern erreichte auch den Höchstwert bei der Aufklärungsquote

Kassel.  Polizeipräsident Konrad Stelzenbach zieht eine positive Bilanz zur Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2018: „Das Polizeipräsidium Nordhessen verzeichnet seit seinem Bestehen (2001) nicht nur einen Tiefstand bei den Gesamtstraftaten, sondern erreichte auch den Höchstwert bei der Aufklärungsquote von 61,3 %. Für die hervorragende Entwicklung bedanke ich mich insbesondere bei allen Beschäftigten des Polizeipräsidiums Nordhessen. Die professionelle und engagierte Arbeit meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die moderne Ausstattung und Ermittlungstechnik sind Garanten für die Sicherheit der nordhessischen Bürgerinnen und Bürger“.

Das gute Ergebnis geht allerdings auch auf die gute Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern Nordhessens zurück. Das Polizeipräsidium Nordhessen verzeichnete im Jahr 2018 insgesamt 41.548 Straftaten. Das sind 868 Fälle weniger, als noch im Jahr 2017 (42.416 Fälle).

Damit setzt sich seit Bestehen des Polizeipräsidiums Nordhessen (2001) der positive Sicherheitstrend fort. Im 10-Jahres-Rückblick (2009: 51.884 Straftaten) ist ein Rückgang um rund 10.000 Straftaten festzustellen. Das Plus an Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger in Nordhessen setzt sich in der Aufklärungsquote fort. Insgesamt 61,3 % der registrierten Straftaten konnten aufgeklärt werden. Auch hier setzt sich der erfreuliche Trend fort. Mit diesem Wert belegt das Jahr 2018 ebenfalls den Spitzenplatz in der Aufklärungsquote seit Bestehen des Polizeipräsidiums Nordhessen.

Die Kriminalitätsbelastung ist mit 4.740 Straftaten pro 100.000 Einwohnerinnen bzw. Einwohner ebenfalls weiter gesunken (2017: 4.842). Nachdem die PKS 2017 erstmals weniger als 5.000 Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen bzw. Einwohner auswies, konnte dies in 2018 nicht nur gehalten, sondern nochmals unterboten werden.

Gewalt gegen Polizisten steigt

Zugenommen haben allerdings Angriffe und der Widerstand gegen Polizeibeamte: Ein Anstieg um rund 45 % wurde verzeichnet. Nach der steigenden Anzahl von Gewalttaten gegen Polizeibeamte wurden die dafür in Frage kommenden Schutzparagrafen am 30.05.2017 geändert. In der polizeilichen Kriminalstatistik 2018 wurden die beiden Paragrafen 113 StGB „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ und § 114 StGB „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“ erstmals in der „Jahresstatistik“ zusammen erfasst.

Diese Erweiterung, aber auch die weiterhin ansteigenden Angriffe gegen Polizeibeamtinnen und -beamte, führten dazu, dass es zur Zunahme um rund 45 % von 170 auf 247 Taten in Nordhessen kam.

122 Angriffe, wurden allein in der Stadt Kassel verzeichnet. Das ist ein Plus von 48 Straftaten (2017: 74).Widerstand gegen/ Angriffe auf Vollstreckungsbeamte (Landkreis Kassel): Im Landkreis Kassel wurden 32 Fälle registriert.

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