Kulturdezernentin informiert über Unterstützung für Kasseler Kultur- und Kreativschaffende

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Kulturdezernentin Susanne Völker: "Uns ist bewusst, dass die Maßnahmen zur Einschränkung der Ausbreitung der Corona-Pandemie neben dem völligen Erliegen der kulturellen Vielfalt im öffentlichen Raum für die meisten Kulturakteure und kulturnahen Bereiche Kassels schmerzhafte oder existenzielle wirtschaftliche Konsequenzen haben."

Das Kulturdezernat hat ein Informationsblatt erarbeitet, das die überregionalen Hilfspakete und Unterstützungs-Angebote für Akteure und Institutionen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft zusammenfasst.

Kassel. Durch dieses Informationsangebot werden Kultur- und Kreativschaffende in Kassel bei der Bewältigung der strukturellen und finanziellen Herausforderungen unterstützt, die sich durch die Corona-Pandemie ergeben. Diese Information wird fortlaufend aktualisiert und steht digital unter www.kassel.de/kulturhilfecorona immer in der neuesten Version zur Verfügung.

Damit wird eine gezielte Information zu den vielfältigen Fragestellungen ermöglicht, die sich jetzt für Institutionen und Einzelakteure ergeben. Die letzten Wochen haben aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus für das gesellschaftliche Zusammenleben in Kassel und ganz Deutschland einschneidende Veränderungen mit sich gebracht. Insbesondere auch die Kultur ist davon betroffen.

Alle Kultureinrichtungen mussten schließen, alle Veranstaltungen mit Publikum abgesagt werden. Dies geschah in großer Einsicht in die Notwendigkeit des Gesundheitsschutzes. Kulturdezernentin Susanne Völker spricht allen Verantwortlichen dafür ihren herzlichen Dank aus: "Uns ist bewusst, dass die Maßnahmen zur Einschränkung der Ausbreitung der Corona-Pandemie neben dem völligen Erliegen der kulturellen Vielfalt im öffentlichen Raum für die meisten Kulturakteure und kulturnahen Bereiche Kassels schmerzhafte oder existenzielle wirtschaftliche Konsequenzen haben. Kassel als lebendige Kulturstadt bekommt dies intensiv zu spüren. Wir stehen deshalb seit dem Inkrafttreten der Schutz-Maßnahmen im engen Austausch mit einer Vielzahl von Kulturakteuren und wissen, wie dringend kurzfristige und konkrete Lösungen zur Unterstützung der Kultur gefunden werden müssen.”

Durch Beschluss des Bundeskabinetts vom 23. März sind bereits die Weichen für weitreichende Hilfsleistungen auch für die Kultur- und Kreativwirtschaft gestellt worden. Das 50 Milliarden Euro-Hilfspaket zur Unterstützung von Unternehmen und Solo-Selbständigen richtet sich explizit auch an Künstler und Kulturschaffende. Diese Maßnahmen hat der Bundestag am gestrigen Mittwoch im Eilverfahren mit großer Mehrheit beschlossen, am Freitag sollen sie im durch den Bundesrat verabschiedet werden. Parallel dazu haben die Abgeordneten des hessischen Landtags am Dienstag dieser Woche einen 8,5 Milliarden Euro-Rettungsschirm verabschiedet, der auch die Bundeshilfen für den Kulturbereich zielgerichtet unterstützt und ergänzt.

Wie das Land Hessen am 25. März mitteilte, können die entsprechenden Anträge für Bundes- und Landesmittel spätestens ab Montag, 30. März, beim Regierungspräsidium Kassel online gestellt werden. In Hessen ist nur ein Antrag notwendig, um sowohl Bundes- als auch Landesförderung in Anspruch zu nehmen. "Mit den weitreichenden Beschlüssen von Bund und Land gibt es jetzt für die vielen Kulturschaffenden und Kreativunternehmern eine Perspektive, um die Herausforderung der Corona-Krise zu bewältigen", betonte Susanne Völker und ergänzt: "In Kombination mit den kommunalen Möglichkeiten im Bereich der Kultur- und Wirtschaftsförderung soll so die kulturelle Szene in Kassel in ihrer Vielfalt und Qualität gestützt werden. Ziel ist es, die negativen Auswirkungen für Kulturschaffende und Kreativunternehmen so gering wie möglich zu halten. Daran arbeiten wir."

Das Informationsblatt zu den aktuell zur Verfügung stehenden Hilfspaketen und Unterstützungsangeboten für Akteure und Institutionen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft finden Sie hier.

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