Kundgebung vor Rathaus: Kassel bleibt weltoffen

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Am Montag, 2. Februar, findet vor dem Kasseler Rathaus eine Kundgebung unter dem Motto: "Ein Deutschland für Alle - Kassel bleibt weltoffen" statt.

Kassel. Gegen religiösen Fanatismus, Rassismus und Antisemitismus wendet sich eine Kundgebung am kommenden Montag, 2. Februar, vor dem Kasseler Rathaus. Unter dem Motto "Ein Deutschland für Alle – Kassel bleibt weltoffen", haben dazu Oberbürgermeister Bertram Hilgen, der Ausländerbeirat der Stadt Kassel sowie zahlreiche gesellschaftliche Gruppen und Organisationen aufgerufen. Die Kundgebung beginnt um 16 Uhr.

Die Kasseler Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 16. Dezember 2014 einstimmig die Resolution "Kassel für alle - für ein weltoffenes Kassel" beschlossen. Hintergrund sind die jüngsten Anti-Islam-Demonstrationen in Deutschland.

Inzwischen haben die Terror- und Mordanschläge in Paris klar gemacht, dass wir in der Auseinandersetzung mit religiösem Fanatismus, Rassismus und Antisemitismus eindeutige Zeichen setzen müssen, heißt es in dem gemeinsamen Aufruf zu der Kundgebung. Die Mörder von Paris haben sich bewusst einen jüdischen Laden ausgesucht. Rassismus wird immer auch zu Antisemitismus führen, wie Antisemitismus das Einfallstor zu weiteren Rassismen sein wird. Mord und Terror sind dabei genauso eindeutig zu verurteilen wie Angriffe auf unsere Grundrechte wie die Freiheit der Presse und Kultur.

"In unserer Stadt leben etwa 200.000 Menschen. Die einen sind hier geboren, die anderen im Lauf ihres Lebens hergezogen. Wieder andere haben Krieg und Not in unsere Stadt verschlagen", erklärt Oberbürgermeister Bertram Hilgen. Die Menschen unserer Stadt sind Christen, Muslime, Juden, Atheisten und Andersgläubige. Sie haben unterschiedliche Lebensplanungen und Vorstellungen von Partnerschaft und Familie. Sie sind jung und alt. "Ein Drittel der in Kassel lebenden Menschen hat einen Migrationshintergrund. Großes und vielfältiges bürgerschaftliches Engagement und gezielte Integrationsmaßnahmen stärken in Kassel eine gelebte Vielfalt in allen Generationen. Diese Lebensqualität werden wir uns erhalten. Dafür sind wir bereit zu streiten und zu kämpfen", so Hilgen weiter.

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