Kunsthochschule Kassel erhält Ausstellungshalle an der Karlsaue

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Mit rund fünf Metern Höhe in einem einzigen Geschoss bleibt der Neubau unterhalb des benachbarten Hörsaal-Trakts. Das Gebäudeinnere soll flexibel gestaltbar sein, viel Tageslicht hereinkommen. Architekt Markus Innauer verspricht „einen unverwechselbaren Raum, einen entschleunigten Ort, der von einer Aura großer Entspanntheit geprägt ist.“

Die Kunsthochschule Kassel wird erweitert: Noch in diesem Jahr beginnen die Vorbereitungen für eine Ausstellungs- und Arbeitshalle im Nordbereich der Kunsthochschule, die ein teilautonomer Bereich der Universität Kassel ist. Die Pläne stammen vom österreichischen Büro Innauer Matt Architekten, das sich damit in einem Wettbewerb durchsetzte. Alle Wettbewerbsbeiträge sind seit dem 11. Juli in der Kunsthochschule ausgestellt.

Kassel.  Die Halle mit 600 Quadratmetern Nutzfläche soll als Ausstellungshalle ebenso dienen wie zur Bearbeitung von großformatigen Kunstobjekten. Der kompakte, rechteckige und eingeschossige Bau wird in einem Innenhof des denkmalgeschützten Baus von Paul Friedrich Posenenske am Rande der barocken Karlsaue errichtet. Damit greifen Universität und Kunsthochschule auf einen Standort zurück, den Posenenske selbst für eine mögliche Erweiterung vorgesehen hatte. Die Vorbereitungsarbeiten starten im Herbst, Ende 2018 soll das Vorhaben abgeschlossen sein. Finanziert wird der Bau mit 3,6 Mio. Euro aus dem Hochschulpakt 2020 von Bund und Ländern.

Boris Rhein, Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst, sagte: „Ich freue mich, dass mit dem Hochschulpakt 2020 Invest-Programm auch die Erweiterung der Kunsthochschule Kassel ermöglicht werden kann. Die Entscheidung des Architektenwettbewerbs ist ein wichtiger Meilenstein für das Projekt, mit dem die Bedingungen für Studium um Lehre in Zukunft erheblich verbessert werden können.“

Prof. Dr. Reiner Finkeldey, Präsident der Universität Kassel, ergänzte: „Neben unseren wissenschaftlichen Studiengängen bilden die künstlerischen Fächer einen wichtigen Teil des Profils und Angebots der Universität Kassel. Dieser Anbau rundet die Möglichkeiten der Kunsthochschule ab und macht sie als Studienort noch attraktiver.“

Der Rektor der Kunsthochschule, Prof. Joel Baumann, sagte: „Das Konzept von Innauer Matt hat uns überzeugt und sehr begeistert. Wir haben seit Jahren darauf hingearbeitet, einen dezidierten Ausstellungsort als Lehrfläche für die Ausstellungspraxis an unserer Hochschule zu bekommen. Ich bin davon überzeugt, dass sich die neue Ausstellungshalle auch als Begegnungs- und Willkommensort für Kunst in Kassel etablieren wird.“

Das österreichische Architektur-Büro Innauer Matt Architekten ZT GmbH hatte Ende Mai im Wettbewerb für die Erweiterung der Kunsthochschule Kassel den 1. Preis gewonnen. Weitere Preise gingen an die Büros Kuehn Malvezzi sowie Tru Architekten, beide aus Berlin. Alle Wettbewerbsbeiträge sind ab dem 11. Juli zwei Wochen lang auf der Galerie vor dem Hörsaal der Kunsthochschule, Menzelstraße 15, zu sehen.

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