Lachen auf dem Fuldaradweg

Comedian-Festival auf dem Radweg. Mal was ganz anderes.

Sehr geehrte Zweiradfreunde in Nordhessen, wenn Sie sich am 19. Mai auf den Fuldaradweg R1 begeben und zwischen Bad Karlshafen im Norden und Gers

feld in der Rhön im Süden radeln, werden Sie jede Menge Spaß bekommen. Das liegt nicht nur daran, dass der R1 mittlerweile einer der gepflegtesten Radwege Deutschlands geworden ist. Dank dafür sei an dieser Stelle den Kommunen gesagt, die viel Geld investiert haben, um auf dem Weg Genussradeln erst möglich zu machen.

Ja, Sie haben richtig gelesen. Genussradeln steht am 19. Mai auf dem Programm. Wer das Sattelfest kennt, weiß was das heißt. Familien mit Kindern sind dann unterwegs. Auch viele ältere Menschen mit E-Bikes wie ich. Da ist Rücksicht angesagt. Deshalb an dieser Stelle ein Tipp an alle Wettkampfradler: Rasen und für die Tour de France üben, ist an diesem Tag zumindest südlich von Kassel nicht angebracht.

Wer das möchte ist zwischen Fuldatal und Bad Karlshafen bestens aufgehoben. Dort dürfte es in diesem Jahr etwas ruhiger sein. HannMündens Bürgermeister konnte sich 2019 noch nicht so richtig mit dem neuen Konzept anfreunden. Und in Bad Karlshafen wird man die Woche vorher die Hafeneröffnung feiern. Für Radfahrer, die es gern ruhiger haben, ist diese Strecke deshalb genau richtig. Die Gastronomie am HannMündener Rathaus und an der Weser entlang bis Bad Karlshafen bietet für alle Radler genug.

 Um so geselliger dürfte es bei gutem Wetter in Richtung Süden zugehen. Schließlich werden in diesem Jahr keine Straßen gesperrt. Gefahren wird ausschließlich auf dem Fuldaradweg. Da muss man Rücksicht nehmen. Darf ruhig auch mal lachen und grüßen. Das dürfte leicht fallen, denn auf neun Bühnen werden zehn überregional bekannte Comedians für Stimmung sorgen. Ich werde mich wohl vom W.Grieger & die High Neels auf dem Campingplatz in Kassel morgens auf die Strecke nach Melsungen schicken lassen. Und wenn alles gut geht, wird mich in Melsungen Hans Hermann Thielke im Strickpullunder in die beamtendeutsche Mitte unserer Gesellschaft locken. Auf Hin-und Rückfahrt werde ich mal wieder den einen oder die andere fröhlich grüßen und mich über die verdutzten Blicke freuen.

Ja, das ist eben das besondere am Radeln. Man kann tatsächlich mit anderen Radlern ins Gespräch kommen. Mit dem Auto ist das bekanntlich nicht möglich. Weniger freuen werde ich mich über die, die laut fluchend vorbei fahren. Die haben vergessen, dass sie nicht in ihrem schalldicht geschlossenen Fahrzeug sitzen. Ob ich es wohl rechtzeitig zurück nach Kassel schaffe, um Martin Sierps Weinvermehrung zu sehen?

Mit radelnden Grüßen

Rainer Hahne Chefredakteur

 P.s. Und wie immer werde ich mich wohl wieder dafür erklären müssen, warum ich denn E-Bike fahre. Auch egal, denke ich mir dann und hänge die Nervensägen am nächsten Berg einfach mal so richtig ab.

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