Auf dem Land geht noch was: GrimmHeimat NordHessen prüft ihre Strategie

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Resümierten und diskutierten gemeinsam über die Entwicklung des Tourismus in der GrimmHeimat NordHessen (v.li.) Klaus Dieter Brandstetter, Dörte Lenz, Claudia Krabbes (alle Mitglieder des Tourismusbeirats der GrimmHeimat NordHessen), Regionalmanager Holger Schach, Ute Schulte (Leitung Tourismus GrimmHeimat NordHessen), Hubert Henselmann (Leiter Tourismus Kassel Marketing) und Ulrike Remmers (Mitglied des Tourismusbeirats der GrimmHeimat NordHessen).

Halbzeit für die Tourismusstrategie der GrimmHeimat NordHessen - der Tourismusbeirat zog nun Bilanz und sprach über Erreichtes und offene Potentiale.

Kassel. „Wenn es mit dem Tourismus läuft, geht es der Region gut“, stellt Regionalmanager Holger Schach die Wichtigkeit der Tourismusbranche für Nordhessen heraus. Gemeinsam mit Vertretern der Regionen und Städte, die sich seit 2009 unter der Dachmarke der GrimmHeimat NordHessen formieren, sowie dem Tourismusbeirat der GrimmHeimat NordHessen unter Leiterin Ute Schulte zog er kürzlich Bilanz über die Tourismusstrategie, mit der sich die GrimmHeimat NordHessen 2012 auf den Weg machte, um bis 2022 zur „erfolgreichsten und dynamischsten Mittelgebirgsregion Mitteleuropas“ zu werden. So das damals erklärte Ziel.

Auf dem Weg dahin seien bereits einige Erfolge zu verzeichnen. Insgesamt sei die Bilanz eine Positive, so Ute Schulte. Mit Projekten wie der Gästekarte MeineCardPlus, der erfolgreichen Burgen- und Schlösser-Kooperation sowie dem Webseiten-und Vertriebsnetzwerk sind in den vergangenen Jahren wichtige innovative Projekte umgesetzt worden. Und auch in Sachen Qualitätssteigerung der touristischen Angebote und bei den Besucherzahlen geht es stetig leicht bergauf. Von 2012 bis 2017 verzeichnet die Region insgesamt 6,5 Prozent mehr Gäste, wobei diese immer mehr zu Kurzurlauben neigen, sodass die Zahl der Übernachtungen seit 2012 um nur 1,3 Prozent gestiegen ist.

Hierbei ist auch die Spanne zwischen Übernachtungen in den wenigen größeren Städten und der sehr großen ländlichen Region zu beachten. Auf dem Land ist die Anzahl der Betten insgesamt leicht zurückgegangen. „Dabei hat die Destination Nordhessen durch ihre ländliche Prägung mit Seen und Gebirgen gerade für Naturliebhaber so viel zu bieten. Hier müssen Potentiale noch besser genutzt werden“, so Schulte. Um noch mehr Besucher auch in das Kasseler Umland, die Schwalm, den Werra-Meißner-Kreis, nach Waldeck-Frankenberg, Hersfeld-Rotenburg und in die vielen anderen ländlichen Kreise zu locken und am Ende „erfolgreichsten und dynamischsten Mittelgebirgsregion Mitteleuropas“ zu sein, gibt es für die nächsten fünf Jahre noch einiges zutun. Was genau, hält der Tourismusbeirat der GrimmHeimat NordHessen in seiner nun neu definierten Strategie fest.

Eine Aufgabe wird es etwa sein, die Identifikation der Menschen und Betriebe mit der Marke der GrimmHeimat NordHessen weiter zu steigern, um die Bekanntheit der Region als sehenswertes, touristisches Ziel noch bekannter zu machen. Weitere große Aufgaben liegen darin, die touristische Infrastruktur inklusive der öffentlichen Verkehrsmittel weiter auszubauen und den Fortbestand von Gastgeberbetrieben – Hotels, Pensionen und Gästehäusern – auf dem Land zu sichern. In vielen Regionen gibt es Probleme, Nachfolger für die Branche zu finden. „Wir haben seit 2012 viel erreicht. Die touristische Arbeitsgemeinschaft ist deutlich stärker geworden und wir haben uns in vielen Bereichen nach vorne bewegt. In den anderen gilt es nun mit voller Kraft weiterzuarbeiten“, kündigt Ute Schulte an und blickt mit der angepassten Strategie positiv in die Zukunft der GrimmHeimat NordHessen.

EXTRA INFO: Tourismus in der GrimmHeimat

Derzeit kooperieren mehr als 500 Unternehmen und Vereine in Nordhessen unter dem Dach der GrimmHeimat NordHessen. Diese ist die größte ländlich geprägte Tourismusdestination in Hessen und verzeichnet jährlich 2,5 Mio. statistisch erfasste Gästeankünfte und 7,7 Mio. Übernachtungen. Der jährliche Bruttoumsatz der Branche liegt bei 3,5 Mrd. Euro pro Jahr.

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