Hot Legs: 30 Jahre kühle Drinks und heiße Beine

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Die Eisdiele links ist heute die Hot Legs-Erweiterung. Rechts war ein Zigaretten/Zeitschriften-Laden.

Kassel. Genau auf den Tag vor 30 Jahren wurde am 4. Oktober das Hot Legs auf der Friedrich-Ebert-Straße eröffnet.

Kassel.  "Die Leute kamen hier hochanständig rein – und nach fünf Minuten sind sie dann mit uns ausgerastet”, erinnert sich Tom Liebehenz. Der "Käpt’n” hatte vor 30 Jahren mit seinem Kumpel Norbert das "Hot Legs” auf der Friedich-Ebert-Straße in den Räumen des "Treff 66” eröffnet.

"Vom ersten Tag an war die Bude brechend voll” berichtet Liebehenz.  Geöffnet war immer. Nur am 1. Januar – sofern das nicht ein Freitag oder Samstag war – und zur Beerdigung seines Vaters war die Bude dicht. Das Erfolgsrezept – damals wie heute: Gute Musik, gute Getränke, gutes Publikum. "Wir haben den Leuten aber auch ganz schön was vorgekaspert”, schmunzelt Liebehenz, der auch schon mal zum Tambourin griff und über die Theke tanzte. Sascha Lenz, der das "Hot Legs” seit 2005 betreibt, schnappt sich da schon eher mal die Gitarre und singt dazu. Seine "Lagerfeuerabende”  am Mittwoch, an denen verschiedenste Künstler auf der "offenen Bühne” sich das Mikro in die Hand geben, sind legendär.

Obwohl die heutige Ausgeh-Generation mehr "Selfie” als "Jacky” bevorzugt, zeichnet gute Stimmung das "Hot Legs”  aus. Vielleicht auch, weil man nur wenig veränderte. Die "Model-Wand” – entstanden an einem Sonntagnachmittag – gibt es ebenso noch, wie die namensgebenden "Hot Legs” an der Wand.  Nur gewachsen ist der Laden seit seiner Eröffnung am 4. Oktober 1987: Zum benachbarten Laden ("Barraca”, "Haltbar”) gab es einen Durchbruch.  Heute dient  er als Raucherraum.Am 4. Oktober steigt die große Jubiläumsparty: Mit bekannten Gesichtern wie dem langjährigen DJ "Kobi” an der Musik und Sandra am Tablett. Und auch Tom Liebehenz will mal reinschauen. Denn: "Ich weine dem Hot Legs nicht hinterher. Aber manchmal träume ich davon.”

Kneipe mit "App”

Pünktlich zum Jubiläum hat das "Hot Legs” eine App entwickelt, die man kostenlos im App-Store herunterladen kann. Witzig dabei: Die  App wird dort so charakterisiert:     "Häufig / stark ausgeprägt: Szenen mit erotischen Anspielungen;     Häufig / stark ausgeprägt: Horror-und Gruselszenen”

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