VW: Leiharbeiter atmen (vorerst) auf

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Konzernstrategie 2025: Betriebsrat blickt optimistisch in Zukunft

Baunatal. In einer Betriebsversammlung im Volkswagen Werk Kassel informierten Betriebsrat und Werkmanagement unter der Woche die Belegschaft über den aktuellen Verhandlungsstand zum "Zu-kunftspakt". Mit diesem soll die Beschäftigung nachhaltig gesichert und das Unternehmen für die Zukunftsherausforderungen "Elektromobilität" und "Digitalisierung" aufgestellt werden.

Betriebsratsvorsitzender Carsten Bätzold stellte vor dem Hintergrund der Medienberichterstattung zur Konzernstrategie 2025 klar: "Wir als Betriebsrat begrüßen ausdrücklich das Ziel, zu einer konzernweiten Steuerung aller Komponentenwerke zu kommen. Diesen Punkt fordern wir schon seit vielen Jahren ein. Wir wollen dadurch die Entwicklungsmöglichkeiten aller Komponentenwerke im Konzernverbund weiter verbessern," so Bätzold.Hierbei würde über eine Veränderung innerhalb der Volkswagen Struktur geredet,  also eine Konzernmarke, bei der die einzelnen Standorte rechtlich in ihren jeweiligen Gesellschaften verbleiben. Bätzold: "Ein Volkswagen-Werk bleibt also ein Volkswagen-Werk. Und Volkswagen-Beschäftigte bleiben Volkswagen-Beschäftigte, die auch in Zukunft nach Haustarif bezahlt werden. Alles andere ist mit uns nicht zu machen."

Insbesondere beim Thema Elektromobilität gebe es sinnvolle Vorschläge, wie der Standort den Transformationsprozess zu alternativen Antrieben verstärkt unterstützen kann. Dies könne eine geeignete Grundlage werden, um die Beschäftigung in Kassel langfristig zu sichern. "Voraussetzung hierfür ist, dass die Gleichrangigkeit von Beschäftigungssicherung und Wettbewerbsfähigkeit die gemeinsam getragene Grundlage des Zukunftspakts bleibt, denn Wandel braucht Sicherheit", betonte Bätzold.Am Standort Kassel konnten trotz einer Auslastungsdelle im ersten Halbjahr alle Zeitarbeitsbeschäftigten weiterbeschäftigt werden.

Da sich das Produktionsprogramm inzwischen wieder auf Vorjahresniveau befindet und der Anteil der Direktschaltgetriebe am Gesamtvolumen weiter steigt, ist der Standort in der zweiten Jahreshälfte und 2017 gut ausgelastet. Alle Zeitarbeitsbeschäftigten, deren Verträge bis September 2016 auslaufen, bekommen eine Vertragsverlängerung um sechs Monate. Aufgrund der guten Auslastung fordert der Betriebsrat vom Unternehmen die Verlängerung aller Zeitarbeitsverträge, die bis Ende 2016 auslaufen, sowie weitere Übernahmen in die Volkswagen Stammbelegschaft: "Hierzu hat das Unternehmen zurzeit noch eine andere Position.Wir sind aber entschlossen, die Beschäftigung für Alle inklusive der Zeitarbeitsbeschäftigten zu sichern. Jedes Getriebe, das unsere Kollegen bauen, hilft dem Konzern gutes Geld zu verdienen und damit die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen", sagte Bätzold im Hinblick auf die anstehenden Gespräche.

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