Maskenpflicht entfällt: Wie der Einzelhandel in Kassel mit den neuen Regeln umgeht

Maskenpflicht, Corona, Kassel
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Marco Caccuri von der Eisdiele Il Gelato überlässt es in Zukunft den Gästen, ob sie eine Maske tragen wollen oder nicht.

Ab dem 2. April gelten für Hessen neue Corona-Regeln. Unter anderem entfällt dann die Maskenpflicht im Einzelhandel. Wir haben nachgefragt und wollten wissen, was Kasseler Geschäftsleute von den neuen Regeln halten.

Kassel Ab dem 2. April gelten für Hessen neue Corona-Regeln. Das hat die Hessische Landesregierung beschlossen und Ministerpräsident Volker Bouffier hat diese am vergangenen Montag vorgestellt. Kernpunkt: „Die neuen Regeln bedeuten mehr Freiheiten, aber somit auch mehr Eigenverantwortung in der Hand der Bürger.“
Konkret bedeutet das, dass beispielsweise die Maskenpflicht für den Besuch beim Einzelhändler wegfällt – auch im Supermarkt.

„Bei uns kann jeder selbst entscheiden, wie er es handhaben möchte“, sagt Martina Pape, Inhaberin und Geschäftsführerin von Etui Mertl in der Friedrich-Ebert-Straße, „und das gilt sowohl für unsere Kunden, wie auch für unser Personal. So haben wir beispielsweise eine Mitarbeiterin, die gerne eine Maske tragen möchte – das darf sie natürlich. Genauso darf ein Kunde auch ohne Maske in unser Geschäft kommen.“ Allerdings macht Martina Pape keinen Hehl daraus, dass sie die neuen Regeln für verfrüht hält. „Gerade angesichts der aktuell hohen Inzidenzzahlen hätte ich mir gewünscht, dass man mit dem Aufheben der Maskenpflicht vielleicht noch mal einen Monat gewartet hätte – zumindest so lange, bis die Zahlen wieder etwas sinken“, sagt die Geschäftsfrau.

„Gar nicht so einfach, immer auf dem Laufenden zu bleiben“

„Jeder muss die Verantwortung für sich selbst tragen und entscheiden, ob mit oder ohne Maske“, sagt Michael Maciejewski, Mitbetreiber vom Voice Store in der neuen Fahrt und Chewing Gum im City Point.

Ähnlich wie Martina Pape sieht das auch Marco Caccuri von der Eisdiele Il Gelato auf der Friedrich-Ebert-Straße. „Es ist gar nicht so einfach, immer auf dem Laufenden zu bleiben was die Regelungen betrifft“, sagt er. Man habe sich dazu entschieden, die Kunden wählen zu lassen, ob sie sich mit oder ohne Maske besser fühlen. „Gleichwohl beobachten wir die Situation und passen unsere Hausregeln an die gesetzlichen Vorgaben an“, sagt Marco Caccuri.

Ab in die Tonne? Maske tragen ist in vielen Bereichen keine Pflicht mehr.

Aus dem Rathaus heißt es, mit der Aufhebung der Maskenpflicht für weite Teile des öffentlichen Lebens, wachse ab dem 2. April die Eigenverantwortung des Einzelnen. „Wir haben weiterhin hohe Ansteckungsraten und können daher das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung an Orten mit vielen Menschen nur ausdrücklich empfehlen“, so Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle.

„Für das Rathaus sowie die anderen städtischen Dienststellen gilt die Pflicht zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung auch über den 2. April hinaus. Hier machen wir von unserem Hausrecht Gebrauch – auch zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Vom Hausrecht wollen eigentlich auch einige Gastronomen und Supermärkte Gebrauch machen. Angefragte Supermärkte aus Kassel wollten aber kein endgültiges Statement abgeben und verwiesen auf die Hauptzentralen und dessen Richtlinien, auf die sie warten und nach denen sie sich richten.

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