Massenschlägerei in Caldener Flüchtlings-Zeltstadt

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In der Zeltstadt Calden eskalierte am Sonntag ein Streit und endete in einer stundenlangen Massenschlägerei. Dabei wurden 14 Personen verletzt.

Calden. Gestern verletzten sich bei einer körperlichen Auseinandersetzungen in der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Calden insgesamt 11 Flüchtlinge und 3 Polizeibeamte.

Den körperlichen Auseinandersetzungen ging ein Streit zwischen einem jungen Mann und einem Senior bei der Essensausgabe am Mittag voraus. Der verbale Streit mündete mit einem Schlag des Jüngeren in das Gesicht des Älteren. Ein daraufhin entstandenes Handgemenge zwischen mehreren Männern konnte der in der Einrichtung tätige Sicherheitsdienst zunächst unterbinden.

Der Streit, der bei der Essenausgabe am Mittag begann, setzte sich am Nachmittag fort. Gut 100 Flüchtlinge waren in die wieder auflebende Auseinandersetzung involviert. Sie schlugen dabei zum Teil mit Gegenständen aufeinander ein. Acht Flüchtlinge sind bei diesem Aufeinandertreffen verletzt und zum Teil in Krankenhäuser gebracht worden. Die Situation beruhigte sich zunächst abermals und keimte schließlich gegen 18 Uhr letztmalig auf. Zwischenzeitlich verständigte Beamte des Polizeipräsidiums Nordhessen trennten 300 Flüchtlinge von ca. 70 Flüchtlingen und verhinderten ein erneutes Aufeinandertreffen der rivalisierenden Gruppen. Dabei wurde aus den Reihen der größeren Gruppe Reizstoff gesprüht. Drei Flüchtlinge und drei Polizeibeamten erlitten in Folge dessen Atemwegsreizungen.

Die kleinere Gruppe dieses zuletzt ausgetragenen Konflikts brachten schließlich Busse am gestrigen späten Abend in andere Hessische Erstaufnahmeeinrichtungen.

Die Kasseler Polizei ermittelt wegen dem Verdacht des Landfriedensbruchs, Körperverletzungen sowie Sachbeschädigung. Zwei kurzfristig am Abend in Gewahrsam genommene Männer aus der Einrichtung waren kurze Zeit später wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Fotos: Hessennews TV

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