Mehmet Göker droht womöglich der Knast: Vertriebler soll in der Türkei zu Haftstrafe verurteilt worden sein

Mehmet Göker
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Mehmet Göker wurde laut Wirtschaftswoche in der Türkei zu einer Haftstrafe verurteilt.

In Deutschland ist der MEG-Gründer Mehemet Göker wohl juristisch größtenteils fein raus. Doch jetzt droht ihm in der Türkei womöglich eine Haftstrafe, wie die Wirtschaftswoche berichtet. Göker bestreitet das Urteil.

Kassel. Demnach soll Göker in der Türkei Anfang Juli zu einer fünfjährigen Haftstrafe im “Zusammenhang mit betrügerischen Immobiliendeals zulasten seiner Gläubiger” verurteilt worden sein. Zudem gab es eine „saftige Geldstrafe“, wie die Wirtschaftswoche schreibt und der das Urteil des Gerichts in Söke vorliege. Das Urteil sei aber noch nicht rechtskräftig.

Von dem Vorwurf der Urkundenfälschung wurde der ehemalige Vertriebsstar der Versicherungsbranche freigesprochen. Göker sagte auf Anfrage der Wirtschaftswoche: „Also mir liegt nur ein Freispruch vor“, bestreitet er das Urteil und fügte hinzu „Ihr schreibt doch eh alle, was ihr wollt. Ihr seid alle Hurensöhne.“

Auch auf EXTRA TIP-Anfrage bestreitet Mehmet Göker das Urteil und sagte am Sonntag per Instagram-DM: „Der Presse ist einfach langweilig und schreibt deswegen so ein Zeug.“ Auf seinem Youtube-Kanal stellt Göker jetzt sein Verkaufsprogramm „Das Göker-Konzept“ vor. Die Kommentare unter den Videos sind größtenteils negativ.

Der im Kasseler Ortsteil Süsterfeld aufgewachsene Mehmet Göker gründete die MEG quasi in seinem Kinderzimmer. Die Gesellschaft verkaufte private Krankenversicherungen und mischte in den Nullerjahren Jahren die Branche auf. Nach jahrelangem Höhenflug folgte eine Verurteilung wegen Steuerhinterziehung, das Unternehmen ging Insolvent und Göker zog es in das Heimatland seiner Eltern, weil es kein Auslieferungsabkommen zwischen Deutschland und der Türkei gibt.

Das Kasseler Landgericht hatte im Februar 2021 den Haftbefehl gegen den 42-Jährigen aufgehoben. Göker hätte wegen des gewerbsmäßigen Verrats von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen angeklagt werden sollen. Der Haftbefehl sei nicht mehr verhältnismäßig, so die Begründung der Wirtschaftskammer.

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