Mehr Platz für Selbermacher: Selbstmach-Werkstatt "Hammertime" will sich vergrößern

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Wollen das Hammertime als gemeinnützige Werkstatt fest in Kassel etablieren (v.li.): Alin Migea, Dominik Hense, Simona Moise und Thorben Egberts.

Das "Hammertime" ist Kassels erste offene Selbstmach-Werkstatt. Nun wollen die Macher einen Verein gründen und das Angebot vergrößern.

Kassel. Drucken, lasern, nähen, löten, schneiden: All das ist im „Hammertime“ möglich – und das schon wenige Wochen nach der Eröffnung Kassels erster Selbstmach-Werkstatt. In einem Raum, der vom Innenhof der Chassalla-Fabrik im Kasseler Schillerquartier zu erreichen ist, stehen derzeit viele Geräte und Maschinen, an denen sich kreative Köpfe und Selbermacher austoben können.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt von Thorben Egberts und Simona Moise, zwei jungen Softwareentwicklern aus Kassel. Moise, die nebenberuflich Stoffe bedruckt, näht und werkelt, hatte irgendwann einfach keinen Platz mehr für all die Geräte und Maschinen, die sie zum Arbeiten benötigt. „Dann haben wir uns überlegt, die Sachen in einen Raum zu stellen, in dem sie allen zur Verfügung stehen und ein gemeinnütziges Projekt daraus zu machen“, erklärt sie.

Mittlerweile haben sich circa 15 Hobbywerkler, Entwickler, aber auch Werkstatt-Laien zusammengefunden, die nun einen Verein gründen wollen, um die erste Do It  Yourself-Werkstatt Kassels zu etablieren und selbstkostendeckend betreiben zu können. „Unser Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem jeder Geräte, Material und Wissen zur Verfügung stellen, aber auch in Anspruch nehmen kann. Es soll darum gehen, verschiedene Techniken und Ideen zusammen zu bringen und im besten Fall zu vernetzen, um sie weiter voran zu treiben“, erklärt Egberts. Auch Workshops für Kinder und Erwachsene, sowie Kooperationen mit Unternehmen seien denkbar.

Um all dies zu verwirklichen, sucht das Hammertime aber weitere Unterstützer und vor allem größere Räumlichkeiten. Denn neben dem Ausbau der bereits vorhandenen Textil- und Druckwerkstatt, dem Fablab mit 3D-Drucker, Lasercutter und Lötstationen, der Nähwerkstatt und dem Siebdruck sind auch eine Metallwerkstatt, eine Holzwerkstatt, Kunststoff-Upcycling sowie eine Werkstatt für Kinder geplant. „Dafür brauchen wir viel Platz. Ideal wäre eine möglichst günstige, mindestens 200 Quadratmeter große Fläche – die dürfte auch renovierungsbedürftig sein“, so Moise.

Derzeit hat das Hammertime für alle Interessierten donnerstags von 18 bis 21 Uhr und sonntags von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Nach der Gründung des Vereins und der räumlichen Vergrößerung sollen aber auch die Öffnungszeiten erweitert werden. Nähere Informationen gibt es auch unter www.hammertimekassel.de

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