1. lokalo24
  2. Lokales
  3. Kassel

200 Milliarden Euro-Wahlgeschenk

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Rainer Hahne

Kommentare

null
© Lokalo24.de

Briefwechsel. Direkte Worte: Chefredakteur Rainer Hahne richtet sich in seinem Briefwechsel an Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles.

Guten Tag, Frau Andrea Nahles,

Sie sind seit einiger Zeit Bundesarbeitsministerin und machen Ihrem neuen Titel alle Ehre. Offensichtlich arbeiten Sie Tag und Nacht, um die Lücke auszunutzen, die unsere Bundeskanzlerin durch Skiunfall und Diätkur seit einiger Zeit hinterlässt. Und das machen Sie mit Erfolg. Fast alles, was Ihr Bundeskanzler und Parteifreund Gerhard Schröder mit seiner Agenda 2013 erreicht hatte, Deutschland nämlich international wieder wettbewerbsfähig zu machen, haben Sie mit Ihren Rentenideen wieder zurück gedreht.

Kaum sind ein paar Tage Reserve in der Rentenkasse, kommen schon wieder die gierigen Finger der Politiker und rauben sie aus.  Während das bei der Rente mit 63 zumindest auf halbwegs sicherem rechtlichen Boden steht, weiß jeder, dass die Bezahlung der sogenannten Mütterrente aus der allgemeinen Rentenkasse eine absolute Frechheit ist. Hier möchte man nur das Wahlversprechen Mütterrente nicht mit der Wahllüge Steuererhöhung bezahlen.

Alles in allem kosten Ihre tollen Ideen in den nächsten Jahren über 200 Miliarden Euro. Und ob diese tollen Geschenke Ihnen und Ihrer Partei viel bringen werden, ist mehr als fraglich.In den Umfragen findet man die SPD mit immer noch knapp über zwanzig Prozent. Und in Gesprächen mit älteren Leuten, die in den "Genuss" Ihrer Geschenke kommen könnten – zehn Millionen sollen es ja sein – kommt eher Skepsis rüber.

Ihren Beteuerungen, dass alle diese Rentenerhöhungen solide finanziert seien, glaubt nämlich so gut wie niemand. Zu gut haben alle noch das Bild eines kleinen dicken Ritters  in Erinnerung, der mit dem Spruch "Die Renten sind sicher" per Kopfsprung in einem Hafenbecken verschwunden ist. Dagegen haben fast alle die Ergebnisse der Bevölkerungsentwicklung ständig vor Augen. "Wir waren mit 46 Kindern bei der Kommunion", hat mir eine ältere Dame erzählt. "Bei meinem Enkelchen sind es gerade noch elf. Wie sollen die das denn später mal alles bezahlen?"

Jetzt kommen Sie, Frau Nahles. Sie könnten sich doch mal für die Abschaffung des Solis stark machen. Der Osten ist aufgebaut. Die Gelder werden schon lange nicht mehr nur für Investitionen ausgegeben, sondern in normalen Haushalten verbraten. Ja, um den Soli ja nicht abzuschaffen, sollen diese Gelder sogar ins Ruhrgebiet fließen, haben die Linken jetzt vorgeschlagen. Seid Ihr denn eigentlich alle verrückt geworden? Zahlt erst einmal die 2,5 Billionen Euro Schulden zurück.

Mit sparsamen GrüßenRainer HahneChefredakteur

P.s. Sollten die Zinsen mal um drei Prozent steigen, landet Ihr alle wegen Konkursverschleppung hinter Gittern. Lasst Euch von Hoeness mal erklären wie es da so ist.

Auch interessant

Kommentare