Mitarbeiter geschockt: Wintershall-Gebäude vor Verkauf?

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"Unser Herz schlägt in Kassel" lautete der Slogan der Wintershall noch vor wenigen Jahren. Nach der Fusion mit dea und Stellenkürzungen plant der Gas- und Ölproduzent nun, das imposante Gebäude an der Friedrich-Ebert-Straße zu verkaufen.

Seit der Fusion von  der in Kassel ansässigen Wintershall und Dea ist es unruhig geworden beim Öl- und Gasproduzenten. Nun müssen die Mitarbeiter eine neue Information verdauen.

Kassel. Zwei Jahre nach der Fusion von der Gas- und Ölproduzenten Wintershall und Dea wird es erneut ungemütlich für die Mitarbeiter in Kassel, wo Wintershall Dea einen der beiden Hauptsitze (neben Hamburg) hat. Nach EXTRA TIP-Informationen wurden die Mitarbeiter am Donnerstag über Pläne informiert, die einen Verkauf des imposanten Gebäudes an der Friedrich-Ebert-Straße in der Nähe des Kongress Palais in Erwägung ziehen.

Möglicherweise müsste die Mitarbeiter ähnlich wie die Kollegen und Kolleginnen in Hamburg bald Kisten packen. Auch dort plant man, das angestammte Gebäude zu verlassen: Es ist durch die Fusionsbedingte Personalkürzungen schlicht zu groß für das Unternehmen.

 Im Zuge der Fusion hatte man seinerzeit angekündigt, etwa 800 Arbeitsplätze in Deutschland zu streichen. Mehr als die Hälfte des Personalabbaus war in den Konzernzentralen in Hamburg und Kassel vorgesehen. Dort waren zuvor 650 (Kassel) bzw. 520 (Hamburg) Mitarbeiter tätig.

Von Unternehmensseite werden Überlegungen zur Zukunft des Gebäudes bestätigt. "Wir prüfen für Kassel verschiedene Optionen", sagt Pressesprecher Stefan Leunig.

Die Möglichkeiten würden  von der Untervermietung von Flächen durch Wintershall Dea selbst, über den Verkauf des Gebäudes und teilweiser Rückanmietung von Büroflächen bis zu einer Veräußerung des Gebäudes und anschließendem Umzug in ein neues Gebäude in Kassel reichen.

Hintergrund ist, dass nach dem Auszug erst der Gascade und dann der WINGAS  die Räumlichkeiten in der Friedrich-Ebert-Straße schlichtweg zu groß seien. "Das Gebäude bietet Platz für 850 Arbeitsplätze, aktuell sind am Standort rund 490 Kolleginnen und Kollegen tätig. Mit unserer Entscheidung, zukünftig flexibler und mobiler zu arbeiten, werden jedoch eher noch weniger Arbeitsplätze benötigt", sagt Leunig.

Abschließend unterstreicht er: "Über die Überlegungen ist unser Betriebsrat in Kassel informiert worden. Auch die weiteren Schritte und mögliche Lösungen werden selbstverständlich mit der Arbeitnehmervertretung diskutiert."

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