Model und Personal Coach Jan Möller über Fitness und strategische Faulheit in Corona-Zeiten

Jan Möller im heimischen Auestadion. Vergangenes Jahr lief er in Kassel den Halbmarathon.
+
Jan Möller im heimischen Auestadion. Vergangenes Jahr lief er in Kassel den Halbmarathon.

Kassel. Während der Corona-Krise hatte man viel Zeit, etwas für sich zu tun. Sei es Sport zuhause oder aber Schmöckern in Magazinen und Zeitschriften auf der Couch. So entdeckten wir auf dem Titel der Sommerausgabe der Men‘s Health Jan Möller. Der ehemalige Heiligenröder ist mittlerweile Personal Coach und Model. Auf Instagram folgen ihm über 164.000 Menschen. Wir sprachen mit ihm über seine Karriere, Fitness während des Lockdowns und die Heimat.

Die diesjährige Sommerausgabe der Men’s Health ziert Ihr Bild. Sie sind in Kassel beziehungsweise in Heiligenrode aufgewachsen, leben nun in Hamburg und sind gefragtes Model. Wie kam es zu Ihrer Karriere? 

Jan Möller: Mit Anfang 20 bin ich zum Studium nach Kassel gezogen. Bevor es dann nach Hamburg ging, zog es mich mit 25 erst mal nach Berlin. Dort habe ich fünf Jahre gelebt und auch mit dem Modeln begonnen. Zunächst nur ab und zu als Nebenjob, mit der Zeit wurde es jedoch immer umfangreicher. Mit Anfang 30 habe ich dann den Schritt nach Hamburg gewagt, um mich dort im Bereich Personal Coaching weiterzuentwickeln. Das läuft bisher ganz gut und lässt sich super mit anderen Tätigkeiten, wie zum Beispiel dem Modeln, verbinden.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

#untoldstories

Ein Beitrag geteilt von Jan Moeller (@jan.cm) am

Wie sieht Ihr Alltag als Model/Personal Coach aus? Gerade jetzt in Corona-Zeiten ist Ihr Arbeitsalltag nicht wie gewohnt, oder? 

Modeln verbinden viele mit Glamour, Reisen und dem Treffen vieler verschiedener Menschen. Mein Alltag ist definitiv von einem hohen Maß an Flexibilität geprägt – kein Tag sieht aus wie der andere. Es stimmt, man kommt viel herum und trifft bei jedem Job wieder neue Menschen, das macht es sehr spannend und abwechslungsreich. Von einer Glamour-Welt kann ich jetzt nicht sprechen, dass ist wohl eher das Image aus den Medien (zwinkert).Wer schon mal vor der Kamera gestanden hat, weiß das es ein Job wie jeder andere ist und genauso anstrengend sein kann. Meinen Job als Personal Coach versuche ich bestmöglich mit dem Modeln zu verbinden. Man kann sagen, dass wenn ich in Hamburg bin, der Alltag von meiner Selbständigkeit als Coach geprägt ist und das Modeln mir die Möglichkeit gibt auch noch eine andere Welt zu entdecken — mir gefällt das ganz gut. Corona war mit Sicherheit eine Herausforderung, aber dank Sozialer Medien und zahlreichen Zoom-Classes, hat auch diese Zeit etwas positives mit sich gebracht

Wie haben Sie sich in der Corona-Zeit fit gehalten? Oder haben Sie die Zeit für eine kleine Auszeit genutzt?

In der Tat war diese Zeit von einer kleinen Auszeit geprägt – ich habe es sogar genossen einfach mal Zeit zu Hause und für mich zu haben. Ich muss sagen, dass ich auch hier und da etwas faul war – nennen wir es einfach strategische Faulheit – denn auch beim Nichts-Tun tut man eine Menge für sich. Mein Körper freut sich, wenn er ab und zu auch mal eine Auszeit bekommt, deshalb habe ich mich mehr mit kleineren Workouts zu Hause oder im Park fit gehalten, die Zeit aber überwiegend zur Regeneration genutzt.

Was vermissen Sie an Ihrer Heimat Nordhessen? Und zieht es Sie gelegentlich zurück? 

Ich bin sehr häufig in Kassel, da dort noch meine komplette Familie und auch ein Großteil meiner Freunde lebt. Es ist immer wieder schön zurückzukommen!

Für viele ist Kassel immer nur eine Durchgangsstation auf der Autobahn oder man kennt die Kasseler Berge, für mich ist es der Ort an dem ich aufgewachsen bin und mit dem ich noch viele schöne Erinnerungen teile. Und wenn ich dann in Kassel bin, versuche ich einfach möglichst viele dieser Erinnerungen durch Treffen mit Freunden und meiner Familie aufrecht zu erhalten.

Zur Person: Jan Möller (32) Personal Coach / Model

Aufgewachsen in Heiligenrode, 2013 nach Berlin gezogen, 2018 nach Hamburg

Instagram: jan.cm

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Nach gefährlichem Überholmanöver auf Wolfhager Straße: Fahrer mit 4,4 Promille gestoppt

Mit einem gefährlichen Überholmanöver machte am Montagabend ein 33-jähriger Autofahrer auf sich aufmerksam, der mit 4,4 Promille auf der Wolfhager Straße in Kassel …
Nach gefährlichem Überholmanöver auf Wolfhager Straße: Fahrer mit 4,4 Promille gestoppt

Besser dunkelrot als zappenduster: Sperrstunde gilt für Kasseler Gastronomie – Tische für maximal fünf Personen

Vor allem auf Grund eines größeren Ausbruchsgeschehens in der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung HEAE) war die Zahl der Corona-Infektionen in Kassel stark angestiegen, …
Besser dunkelrot als zappenduster: Sperrstunde gilt für Kasseler Gastronomie – Tische für maximal fünf Personen

Bau für 38 Millionen Euro zurückgestellt: Neues Gebäude am Klinikum wird vorerst nicht gebaut

Das neue Klinikgebäude für das Zentrum für seelische Gesundheit am Klinikum in Kassel wird vorerst nicht gebaut. Das bestätigte die GNH auf EXTRA TIP-Anfrage.
Bau für 38 Millionen Euro zurückgestellt: Neues Gebäude am Klinikum wird vorerst nicht gebaut

Fünf Jahre EssKulTour: Jubiläums-Spaziergang führte durch Vorderen Westen

Bildergalerie – Mit 15 Teilnehmenden feierte Kassels kulinarischer Stadtspaziergang "EssKulTour" am vergangenen Samstag Jubiläum und bot wieder zahlreichen Genüsse aus …
Fünf Jahre EssKulTour: Jubiläums-Spaziergang führte durch Vorderen Westen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.