"Moderne Schule als Multifunktionsarena": Ein Kommentar zum Kasseler Schulbau-Programm

EXTRA TIP-Redaktionsleiter kommentiert das Konzept der von der Stadt mit der Schulbau-Modernisierung beauftragten GWGpro.

Es gab Zeiten, da war es Kindern außerhalb der Unterrichtszeiten verboten, Schulhöfe zu betreten. Selbst wenn sich hinterm Schultor fantastische Sport- und Spielmöglichkeiten für Kinder aus dem Stadtteil verbargen. Wenn die Stadt Kassel mit den Schulen in Diskussion und Planung für eine moderne Schule für die nächsten 40 Jahre geht, dann geht dieser Prozess viel tiefer, als es nur die gigantische Bausumme vermuten lässt. Hier geht es nicht nur um undichte Fenster und tropfende Wasserhähne: Hier müssen wichtige Weichenstellungen für die Schule, ja die Stadt von morgen vorgenommen werden. Die Schule als Multifunktions-Arena – mit Möglichkeiten, Räume nicht nur für individuelle Unterrichtsformen zu verändern, sondern sie auch für externe Nutzer zugänglich zu machen. Hut ab für den Mut, nicht nur die Baggerschaufel an-, sondern sich auch mit pädagogischen Konzepten auseinanderzusetzen. Dafür das renommierte Planungsbüro aus Stuttgart gewonnen zu haben, ist aller Ehren wert. Und auch durch die GWGpro kostengünstiger und flexibler voranzukommen, als es die Verwaltung könnte, ist ein genialer Schachzug. Die Kontrolle bleibt bei der Stadt: Am Ende des Tages wird noch immer die Stadtverordnetenversammlung abstimmen, wenn sie die Kostenschätzungen für die einzelnen untersuchten Schulen vorgelegt bekommt.

Rubriklistenbild: © dpa

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