Mörderische Religionen

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Briefwechsel. Chefredakteur Rainer Hahne wendet sich in seinem Briefwechsel an Imam Nasir Safeer, geistlicher Führer der Ahmadiyya-Gemeinde in Kassel.

Briefwechsel.Sehr geehrter Imam Nasir Safeer,

Sie sind der geistliche Führer der Ahmadiyya-Gemeinde in Kassel. Rund 300 Gläubige gehören zu Ihrer Reformbewegung, die an die Anfänge des Islam erinnern will. Islam heißt Frieden. Und Frieden lag Mohammed, Ihrem Propheten, am Herzen. Daran erinnern Sie in Ihrer Moschee. "Frieden für alle, Hass für keinen” ist Ihr Motto.Das ist wunderbar, doch haben Sie ein großes Problem. Die meisten Gruppierungen des Islam bringen wir Westeuropäer mit Mord und Totschlag, mit "Ehrenmord” an den eigenen Kindern in Verbindung. Davon haben Sie sich bisher nicht genügend distanziert.

Und seit kurzem ist es völlig aus dem Ruder gelaufen. Im Namen Allahs morden Perverse im Irak und wollen einen Islamischen Staat aufbauen. Dafür ist ihnen keine Grausamkeit zuviel. Massenmorde an Frauen und Kindern, Vergewaltigungen, Hinrichtungen, Amputationen – man könnte glauben, Hitler und sein kackbraunes Dreckspack sei wieder auferstanden.

Schön ist es, wenn der angesehenste Rechtsgelehrte der islamischen Welt, der Großmufti von Jerusalem, diesen Terrormilizen in Syrien und Irak das Recht abgesprochen hat, sich als islamischer Staat zu bezeichnen. Und richtig ist es, wenn Sie, lieber Imam Safeer, diese Leute als gefährlich für den Islam bezeichnen.Und das sind sie auch – gerade für die Muslime, die in Deutschland zuhause sind. Nur wenige Deutsche machen sich die Mühe zwischen den friedlichen Anhängern der Ahmadiyya-Gemeinde und gewalttätigen Gruppierungen zu unterscheiden. Da ist es gut, dass Polizei und Verfassungsschutz gegen Hassprediger ermitteln.Doch schöner wäre es, wenn Sie, lieber Imam Safeer, mit Ihrer Gemeinde und möglichst mit allen muslimischen Gemeinden in Kassel, gegen die grauenvollen Unmenschlichkeiten im Irak auf die Straße gehen und öffentlich dagegen protestieren würden. Darauf warte ich schon lange vergeblich. Moscheen bauen allein genügt nicht. Und reden allein genügt auch nicht.

Lange werden wir uns in Deutschland das Unwesen einiger weniger Idioten, die unter dem Deckmäntelchen ihrer Religion Hass säen, nicht mehr ansehen. Die Unruhe in der Bevölkerung wächst, seitdem sich auch deutsche Jugendliche von radikalen Rattenfängern in solche Kriege verwickeln lassen. Jung und dumm fliegen sie hin, als Massenmörder und Vergewaltiger kommen sie wieder – wenn sie dort nicht ums Leben kommen. Damit muss Schluss sein.

Mit islamischen GrüßenRainer HahneChefredakteur

P.s. Das Christentum ist auch keine harmlose Religion. Allein die Diskussionen im Dreißigjährigen Krieg, ob Deutschland evangelisch oder katholisch sein soll, haben jeden dritten Deutschen das Leben gekostet. Hexenverbrennungen, die heilige Inquisition und Kanonenweihen im 1. und 2. Weltkrieg runden das Bild ab. Jetzt spielen Religionen in der Regierung keine Rolle mehr.

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