Hutschenreuter, Herr und Hauschke ganz oben

Hans Hutschenreuter MT Radsport MT-Regio-Team
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War in der abgelaufenen Saison der stärksten Fahrer im Regio Team der MT Melsungen: Hans Hutschenreuter aus Baunatai.

MT-Regio-Team zieht Saison-Bilanz: „Elf Siege sind okay“

Radsport Trotz einer durch die Corona-Pandemie geprägten ersten Saisonhälfte fällt die Bilanz 2021 für die Radsportler des Regio Teams der MT Melsungen insgesamt positiv aus. Zwar konnnte das Top-Ergebnis von 2019 mit 18 Siegen und 150 Platzierungen bei bundesoffenen Rennen nicht erreicht werden, aber – so Teamleiter Dr. Dieter Vaupel – „Elf Siege und 105 Platzierungen angesichts 50 Prozent ausgefallener Rennen, das kann sich sehen lassen.“

Dabei standen bei den Melsunger Radsportlern die in Kassel-Stadt und dem Landkreis heimischen Hans Hutschenreuter, Christian Herr und Axel Hauschke als Sieggaranten im Mittelpunkt. Hutschenreuter siegte 2021 gleich fünf mal, Herr kam auf drei Siege und Hauschke auf zwei. Einmal stand Christian Plessing ganz oben auf dem Treppchen. Hinzu kamen weitere Podiumsplatzierungen durch Hutschenreuter (6), Herr (2), Hauschke (2), Plessing, Roman Kuntschik, Leon Löber, Gerhard Brauner, Eiko Berlitz und Vitus Obermann. Zusätzlich gab es Erfolge bei Landes- und Bezirksmeisterschaften: Der Zierenberger Sebastian Schaub gewann den Titel im Bergzeitfahren in der Eliteklasse und Routinier Gerhard Brauner bei den Senioren 4. Bei den Bezirksmeisterschaften – ausgetragen wurden nur Berg und Straße – räumten die Melsunger mit sechs Titeln nahezu alles ab, was möglich war.

Holte in der abgelaufenen Saison drei Siege: Christian Herr (Kassel).

Traumduo Hutschenreuter/ Hauschke

„Unsere Ziele waren insgesamt noch höher gesteckt, da wir so gut wie noch nie zuvor aufgestellt waren und viele unserer Radsportler sich in Top-Form befanden. Aber nun schauen wir nach vorn auf die kommende Saison“, bilanziert Vaupel. Eine besonders starke Saison hatte der 40-jährige Elite-Fahrer Hutschenreuter, der egal wo er startete um den Sieg mitfuhr – ob bei Elite- oder Seniorenrennen. In der bundesdeutschen Senioren-Rangliste 2021 landete er unter mehreren Hundert ambitionierten Radsportlern am Ende knapp geschlagen auf Platz zwei. Die größte Überraschung der Saison war der fulminante Wiedereinstieg von Herr: Bei elf Amateur-Rennen ging er bundesweit an den Start, überall landete er unter den Top-Ten. Wie immer war der Lohfeldener Hauschke die Zuverlässigkeit in Person, erstmalig seit langem konnte er allerdings – mangels Austragung – keinen Hessenmeistertitel erringen. Beeindruckend war das gemeinsam Auftreten des Duos Hauschke/ Hutschenreuter, etwa in Melle und Dortmund, als sie an einem Tag gleich zwei Rennen gewannen.

Obermann und Hepprich auf der Bahn vorn

Nach ersten Erfolgen bei der Bahn-Rennserie des Tuspo Weende Göttingen im vergangenen Jahr, hat dies den MT-Fahrern nun Lust auf mehr gemacht. In Breite und Spitze waren die Melsunger dort 2021 gut vertreten und stellten in dieser nicht offiziell ausgeschriebenen Serie mit Obermann am Ende den Gesamtsieger. Erfolgreich auf den Bahnen in Darmstadt, Bielefeld und Büttgen war noch ein anderer Melsunger. Falk Hepprich, der komplett auf die Bahn umsattelte, glänzte mit drei Siegen und einem zweiten Platz.

Am Jahresende praktiziert der Bund Deutscher Radfahrer im Gegensatz zu 2020 wieder eine klare Auf- und Abstiegsregelung: Die 600 Ranglistenbesten gehören 2022 zu den Elite-Amateuren. Bei den Fahrern des MT-Teams wird einiges durcheinander gewirbelt, da Enrico Oglialoro, ebenso wie die beiden Siegfahrer Kevin Vogel und Philipp Sohn fast keine Rennen fahren konnten und nun ebenso wie Bahnfahrer Hepprich in die Amateurklasse absteigen müssen. Die Elite-Klasse bestätigt haben Kuntschik, Hutschenreuter, Hauschke, Obermann. Eiko und Leonid Berlitz sowie Max Feger. Erfreulich ist, dass neben Christian Herr, Heiko Reiter und Leon Löber auch Neuzugang Christian Plessing den Aufstieg in die höchste Amateurklasse geschafft haben. So geht man mit 11 Elite-Amateuren in die neue Saison.

Perspektiven für 2022

Das Team wird komplett zusammenbleiben. Auch die Pausierenden Vogel, Sohn und Oglialoro brennen wieder auf die neue Saison. Darüber hinaus wird sich das insgesamt 30-köpfigen Team noch durch Aaron Wilhelmi, einen starken Neueinsteiger, Frederik Stiebich, vor Jahren für die ZG Kassel aktiv und den Bahnspezialisten Eric Kluge (bisher Tuspo Weende-Göttingen) verstärken. Zum erweiterten Kreis gehören auch die U19 Fahrer Arne Wiedemann, Darius Wille (beide im Hessenkader) und Alexander Hart.

Falls es endlich mal wieder zu einer kompletten Radsportsaison geben sollte, so will das Team auf alle Fälle das angestrebte Ziel von 20 Saisonsiegen erreichen. Personell ist das mit diesem Team auf alle Fälle machbar. Auch in der abgelaufenen Saison hat sich gezeigt, dass die besten Ergebnisse immer dann erzielt werden, wenn das Team kompakt auftritt. Das soll die Basis für 2022 sein. Und natürlich ist auch der direkte Wiederaufstieg von Vogel, Sohn und Oglialoro ein klar ausgegebenes Ziel.

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