Müllproblem in Parkanlagen: Stadt fordert Nutzer zur Mithilfe auf

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Kein schöner Anblick: Wer am Sonntagabend die Kasseler Goetheanlage im Vorderen Westen besuchte, fand längst übergelaufene Parkmülleimer vor.

Mit der Sonne kommen auch Grill-Müll und überfüllte Parkmülleimer zurück nach Kassel. Die Stadt Kassel appelliert in der Sache an die Parknutzer.

Kassel. Noch nicht lang ist es her, als der Frühling nach Kassel kam, Blumen zum Blühen und Grills zum Glühen brachte. Mit steigenden Temperaturen und satten Sonnenstunden an den vergangenen Wochenenden, pilgerten auch wieder zahlreiche Kasseler in die Grünanlagen, Parks und Naherholungsgebiete der Stadt – und brachten tonnenweise Müll mit. Wer die ersten schönen Tage gebührend zelebrieren will, hat schließlich auch Einweggrill, Pappteller und Bierdosen im Gepäck.

Darunter litt, wie jedes Jahr, die Sauberkeit in Kassels attraktiven und hochfrequentierten Parkanlagen, wie beispielweise in der Goetheanlage im Stadtteil Vorderer Westen. Während die Anlage am Freitagabend, Samstag und Sonntag zum Treffpunkt für Familien, Bolzer und Jugendgruppen wurde, füllten sich die Mülleimer am Parkrand mehr und mehr. Am Sonntagabend konnten dort saubere Rasenflächen, dafür aber restlos überfüllte Mülltonnen samt „Anbau“ aus Plastiktüten, Einweggrills und Sektflaschen vorgefunden werden. Nicht mal mehr ein Apfelrest fand noch Platz in den überquillenden Mülleimern.

Laut Angaben der Stadt Kassel leert das städtische Umwelt- und Gartenamt in der Regel montags und freitags die Mülleimer und reinigt die Anlage. Bei Bedarf seien auch Mitte der Woche Leerungen möglich. Dafür, dass die Kasseler Grünanlagen auch an sonnigen Wochenenden sauber bleiben, seien jedoch ihre Besucher mitverantwortlich.

Die Stadt appelliert daher an alle Nutzer der Parks und Naherholungsgebiete, sich selbst für die Müllreduktion einzusetzen: „Das Problem Müllaufkommen kann nur gemeinsam mit den Nutzern gelöst werden. Alle sollten die Anlagen so verlassen, wie sie sie gerne vorfinden würden“, so Stadtsprecher Sascha Stiebing auf Anfrage.

Statt Einweggrills, Leergut und sonstige Abfälle auf der Rasenfläche liegen zu lassen, fordert die Stadt Kassel dazu auf, diese in den dafür vorgesehenen Papierkörben zu entsorgen. „Sollte der Papierkorb bereits voll sein, werfen Sie den Abfall in den nächstgelegenen Mülleimer, in dem noch Platz ist oder nehmen Sie den Abfall mit nach Hause und entsorgen Sie ihn dort“, so der Appell an die Parknutzer.

Dass am Sonntagabend kein Besucher der Goetheanlage seinen Abfall ordnungsgemäß in den dafür vorgesehenen Parkmülleimern entsorgen konnte, da sämtliche Behälter überquollen, erkennt die Stadt Kassel demnach nicht als Fehler in der Leerungsplanung. Wen die Müllberge neben den Papierkörben stören, muss sie wohl auch in Zukunft mit nach Hause nehmen.

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