Mund-Nasen-Schutz soll in ganz Hessen ab Montag Pflicht werden

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Wer keinen Mund-Nasen-Schutz ergattern kann  - auch eine Tröpfchen-Barriere mit einem Tuch oder Schal ist ebenfalls ausreichend

Hessen plant laut Medieninformationen eine Maskenpflicht in der Corona-Krise. Im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen wäre das Tragen einer Schutzmaske dann obligatorisch.

Region. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will Hessen eine Maskenpflicht einführen. Diese solle für Geschäfte und den öffentlichen Nahverkehr gelten, sagte ein Regierungssprecher am Dienstag in Wiesbaden. Ein Kabinettsbeschluss dazu stehe noch aus, er sei für den Dienstagabend geplant.

Zuvor hatte der private Rundfunksender Hit Radio FFH über die Pläne berichtet. Hessen hatte das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes zuvor nur empfohlen. Es geht dabei um sogenannte Alltagsmasken, keine medizinischen Schutzmasken. Ab wann die Pflicht gilt, war zunächst nicht bekannt.

Stadt und Landkreis Kassel begrüßen Regelung

"Nach den Lockerungen für die Öffnung von Geschäften wird es in Einkaufszonen in Kassel und den kreisangehörigen Kommunen wieder voller und die Einhaltung der Abstandsregelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden nicht immer so eingehalten, wie es notwendig ist", stellen Oberbürgermeister Christian Geselle und Vizelandrat Andreas Siebert fest.

Wenn am kommenden Montag dann auch die ersten Schülerinnen und Schüler und letztlich wieder mehr Menschen den öffentlichen Personennahverkehr nutzen, werde sich diese Situation noch weiter verschärfen. "Wir begrüßen daher die Ankündigung des Landes Hessen, sich dem Beispiel anderer Bundesländer anzuschließen und eine landeseinheitliche Regelung für das obligatorische Tragen von Alltagsmasken zu erlassen", sind sich Geselle und Siebert einig.

In Melsungen war der Antrag schon gestellt

In Melsungen begrüßt man die Regelung, die das Land Hessen jetzt beschlossen hat. Sie macht eine Entscheidung des Magistrats "pro/kontra Mundschutz" überflüssig, die dieser am morgigen Mittwoch hätte treffen müssen. Denn: Schon am gestrigen Montag hatten SPD- und FDP-Fraktion einen Eilantrag beim Stadtverordnetenvorsteher eingereicht, kurzfristig eine Maskenpflicht für die Stadt Melsungen umzusetzen.

Volker Wagner, Vorsitzender der SPD-Fraktion, zur Begründung: „Nach Auskunft von Gesundheitsexperten sinkt das Risiko einer Corona-Infektion signifikant, wenn alle Personen einen entsprechenden Schutz tragen. Im Interesse der Gesundheit aller ist daher eine schnelle Umsetzung dieser Allgemeinverfügung zwingend notwendig.“

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