Museum für Raumkunst soll Ende 2023 in Kassel eröffnen

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Prof. Gesine Weinmiller (Preisgerichtsvorsitz, li.): „Es handelt sich um einem sehr klugen Entwurf, der die Stadt um einen selbstbewussten Museumsbaustein ergänzt, der sich dennoch harmonisch an dem Ort einfügt. Das Tapetenmuseum bekommt ein Gebäude, das auf differenzierte Art und Weise die corporate identity (Wiedererkennungsmerkmale) des Museum transportiert. Baukunst beherbergt die Raumkunst. Der Architekt Harry Gugger (re.) hat weltweit Museen gebaut und wird ein Museum bauen, das über die Landesgrenzen wahrgenommen wird.“
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Das Gebäude umfasst Ausstellungsflächen, Depotflächen, Räume für die Museumspädagogik sowie Haustechnik- und Verwaltungsräume mit insgesamt rund 3.000 Quadratmetern.
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Das Gerichtsgebäude am Brüder-Grimm-Platz. Die denkmalgeschützte nördliche Torwache und das im Übergang von der Torwache zum VGH-Gebäude eingebaute Treppenhaus mit seinen Nebenräumen werden in das neue Gebäude  zu integrieren sein.
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Das Gerichtsgebäude am Brüder-Grimm-Platz. Die denkmalgeschützte nördliche Torwache und das im Übergang von der Torwache zum VGH-Gebäude eingebaute Treppenhaus mit seinen Nebenräumen werden in das neue Gebäude zu integrieren sein.
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Die Sammlung umfasst etwa 23.000 Objekte. Darunter befinden sich eine Vielzahl besonderer und weltweit einmaliger Tapeten, wie etwa Goldledertapeten, Flock-, Leinwand- und Wachstuchtapeten bis hin zu bemaltem und bedrucktem Papier ab dem 17. Jahrhundert bis in die Moderne.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat den Vertrag zur Übernahme der Sammlung des Vereins Deutsches Tapetenmuseum e.V. unterzeichnet und die Ergebnisse des abgeschlossenen Architektenwettbewerbs für den Neubau des Deutschen Tapetenmuseums vorgestellt.

Kassel.  Das war kein Zufall. Pünktlich zum 300. Geburtstag von Kassels Wahrzeichen hat das Land Hessen den einmaligen Schatz des Tapetenmuseums übernommen und das Ergebnis des Architektenwettbewerbs bekannt gegeben. Bis 2023 sollen 15 Millionen Euro verbaut werden.

„Dieses Tapetenmuseum ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal für Kassel. Ein weltweit einmaliger Schatz wertvollster Tapeten“, erklärte Boris Rhein, Minister für Wissenschaft und Kultur, der eine Liebeserklärung an Kassel folgen ließ. „Kassel ist mehr als eine weitere deutsche Mittelstadt. Kassel mit seinen Museen, seinen kulturellen Aktivitäten ist ein Juwel, auf das Hessen, auf das Deutschland stolz sein kann.“ Die Sammlung umfasst mehr als 23.000 Objekte, darunter weltweit einmalige, unbezahlbare Goldledertapeten.

„Ein wahrer Glückstag, ein ganz großer Wurf“, war der Tag für den Vorstandsvorsitzenden des Vereins Deutsches Tapetenmuseum Ullrich Eitel. Seit 1923 kämpft der Verein für ein eigenes Museum. Und das soll jetzt nach einem Entwurf des Schweizer Architekten Harry Gugger gebaut werden.

Professor Gesine Weinmiller, die zwei Tage lang mit ihrem Preisgericht 27 hochkarätige Entwürfe gesichtet hatte, begründete die einstimmige Entscheidung: „Der Architekt Harry Gugger hat weltweit Museen gebaut und wird ein Museum bauen, das über die Landesgrenzen wahrgenommen wird. Er hat in seinem Entwurf die Historie des Brüder-Grimm-Platzes aufgenommen.“ So wird auf die Fassade mit einem ganz speziellen Verfahren die Frontansicht des ehemaligen Fürstenhauses aufgeätzt. Den Hinweis auf den hessischen Kratzputz nahm der Architekt schmunzelnd entgegen.

 Für Stadtbaurat Christof Nolda war besonders wichtig, dass der Architekt das Gebäude dem Platz angepasst hat. „Wir sind dabei, die barocke Grundstruktur der Stadt mit der 4,7 Kilometer langen begrünten Wilhelmshöher Allee, dem kreisrunden Königsplatz, dem rechteckigen Frie-drichsplatz und dem fünfeckigen Brüder-Grimm-Platz wieder herauszuarbeiten. Das neue Tapetenmuseum nimmt dabei eine herausragende Stellung ein.“

Nolda betonte, dass die Bauplanung für das Haus 2018 ausgerechnet zum 75. Jahrestag der Zerstörung der Stadt durch den verheerenden Bombenangriff im 2. Weltkrieg beginnen wird.

Unterlagen hat die Post verschlampt

Für große Freude sorgte Harry Gugger anschließend unter den Teilnehmern der Pressekonferenz. Der Sieger des Wettbewerbs hätte nämlich fast nicht teilgenommen. Der Grund: „Wir haben unsere Wettbewerbsunterlagen mit der Deutschen Post geschickt. Und die sind bis heute nicht angekommen.“ Ein Kurier brachte deshalb einen weiteren Satz Unterlagen nach Kassel.

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