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Nach 24 Jahren: Kult-Wirt vom Kulturzelt gibt Biergarten ab

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Von: Ulf Schaumlöffel

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Beliebte Anlaufstelle: Dier Kulturzelt-Biergarten: Das Ulenspiegel-Team übernimmt nun die Bewirtung. Weitere Details zum Wirt-Wechsel wollen die Kulturzelt-Macher erst im April bekannt geben.
Beliebte Anlaufstelle: Dier Kulturzelt-Biergarten: Das Ulenspiegel-Team übernimmt nun die Bewirtung. Weitere Details zum Wirt-Wechsel wollen die Kulturzelt-Macher erst im April bekannt geben.  © Foto: Fischers Fritz

Ulenspiegel-Team übernimmt auch Getränke-Versorgung

Kassel Die Nachricht verbreitet sich gerade wie ein Lauffeuer in der Kultur- und Gastro-Szene: Die Biergarten-Getränke-Gastronomie vom Kulturzelt übernimmt ab Sommer ein neuer Betreiber!

24 Jahre lang betrieb die bisher Sladjan Tutnjevic, den die meisten nur unter dem Namen „Sladi“ kennen. Über die Jahre ist er selbst zu einer Kulturzelt-Institution geworden. Erst letzte Woche wurde bekannt, dass Sladi, der schon fast 30 Jahre das Café Kraftstoff in Immenhausen betreibt, ab 1. April Joe’s Garage übernimmt (wir berichteten). Gibt der langjährige Kulturzelt-Biergarten deshalb den Biergarten ab?

Auf Anfrage berichtet Tutnjevic, dass er erst demnächst etwas dazu sagen möchte.

Auch die Kulturzelt-Macher schweigen zum Thema. „Die Programmveröffentlichung planen wir für den 5. April. Dann gibt es auch jede Menge weitere spannende Infos zu der aktuellen Saison. Ab dann stehen wir auch gerne für Interviews und Hintergrund-Infos zur Verfügung“, teilt Kulturzelt-Mitbetreiber Jürgen Truß vom Verein Zeltkultur mit.

Währenddessen wird in der Gastro-Szene schon berichtet, wer der Nachfolger ist. Der ist kein Unbekannter: Stephan Brede, der mit seinem Ulenspiegel-Team schon seit über 15 Jahren für das Speisenangebot beim Kulturzelt sorgt, wird auch den Getränkebereich übernehmen. „Zusammen mit dem Ulenspiegel-Team. „Wir freuen uns über die neue Herausforderung“, berichtet Brede auf Nachfrage.

Neben der Gastro-Veränderung wird auch die Laufzeit des Kulturzeltbetriebs kürzer sein. Und die Konzerte finden wieder in einem kleineren Zelt statt. Denn vorige Saison verzeichneten die Veranstalter einen großen Besucherrückgang. Vom 24. Juni bis 22. Juli sollen wieder rund 20 Konzerte auf dem Platz an der Drahtbrücke stattfinden. Im letzten Jahr waren es während des documenta-Sommers 42 Veranstaltungen.

Zurück zu den Wurzeln

Das Kulturzelt geht nun quasi wieder zu seinen Wurzeln zurück: „Der Muschel-Zeltbau bleibt in diesem Jahr eingelagert. Teile des Zeltbaues, zum Beispiel die Lüftungsanlage, werden aber in dem gemieteten Zirkuszelt zum Einsatz kommen“, so Truß

Ein Grund für die Kulturzelt-Verknappung und die damit verbundene kürzere Spielzeit sei u. a. die schwierige wirtschaftliche Situation, die auch die Veranstaltungsbranche vor immer neue Herausforderungen stelle.

Eine Saison auszusetzen sei für die Veranstalter aber nicht in Frage gekommen. „Es wird in unserem Programm 2023 ein Feuerwerk an hochkarätigen Acts geben, wir reduzieren die Kosten bezüglich des Zeltes, nicht jedoch die Qualität der Acts.“ Der Karten-Vorverkauf soll im April starten.

Finanzielle Unterstützung

Finanzielle Unterstützung von der Stadt Kassel ist auch wieder gewährleistet: „Seit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum Haushalt 2019 steht jährlich die Summe von 70.000 Euro für die Absicherung des laufenden Betriebs des Kulturzelts etatmäßig bereit. Die Förderung wird auf Antrag mit Nachweis eines Kosten- und Finanzierungsplans gewährt“, so ein Rathaussprecher.

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