Stadt und Künstler einigen sich: Obelisk kommt in die Treppenstraße

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Der Obelisk bleibt in Kassel. Sein neuer Standort ist die Treppenstraße.

Der Obelisk bleibt in Kassel. Nach dem Abbau des Obelisken in der vergangenen Woche wird das Kunstwerk künftig auf dem neuen Standort Treppenstraße stehen.

Kassel.  Oberbürgermeister Christian Geselle und der Künstler Olu Oguibe haben sich jetzt geeinigt - Der Obelisk bleibt in Kassel. Der Künstler erklärte in einem Brief am 8. Oktober gegenüber dem Oberbürgermeister, dass er nunmehr mit dem von der Stadtverordnetenversammlung in ihrem Beschluss vom 24. September vorgeschlagenen Standort Treppenstraße einverstanden sei. Das Angebot der Stadt zum Ankauf des Obelisken war auch nach dem rechtmäßig und konsequenterweise erfolgten Abbau des Kunstwerks auf dem Kasseler Königsplatz aufrechterhalten worden. Geselle: "Ich habe immer betont, dass wir weiterhin im Gespräch bleiben werden, wie es mit dem Kunstwerk weitergeht. Es war noch nicht aller Tage Abend."

Kaufvertragsentwurf lag dem Künstler seit längerem vor

Oberbürgermeister Geselle: "An dieser Stelle möchte ich Olu Oguibe für sein Zugeständnis danken, dass er dem Wunsch vieler Menschen in unserer Stadt, den Obelisken auf der Treppenstraße wieder aufzubauen, nachkommt. In diesem Zusammenhang gilt mein Dank auch den vielen Unterstützern aus der Mitte der Stadtgesellschaft, die mit ihren Schreiben an den Künstler für den Obelisken am Standort Treppenstraße geworben haben. Ebenso bedanke ich mich bei allen Spendern, die den Kaufpreisbetrag aufgebracht haben." Dass das Kunstwerk "Fremdlinge und Flüchtlinge Monument" nun weiterhin sichtbar auf einer wichtigen Achse von documenta-Außenkunstwerken in der Innenstadt erhalten bleibt, setze ein erfreuliches und deutliches Zeichen, betont Geselle. "Wir sind eine selbstbewusste und lebendig diskutierende Stadt, und werden als solche die documenta auch zukünftig stützen und stärken. Die künstlerische Freiheit bleibt nach wie vor ein hohes Gut."

Hintergrund

In der vergangenen Woche war der Obelisk gemäß der Beschlusslage der Stadtverordnetenversammlung auf dem Königsplatz abgebaut worden, da bis zum Ablauf des Leihvertrages und der Nutzungsüberlassung der öffentlichen Verkehrsfläche keine Einigung über den Standort mit dem Künstler erzielt worden war. Vor diesem Hintergrund wurden auch erstmals die Spenden zurückgezahlt. Einige großzügige Spender sowie kunst- und kulturfördernde Unternehmen und Institutionen haben sich – nachdem der Künstler nun einem Wiederaufbau auf der Treppenstraße zugestimmt hatte – erneut bereit erklärt, den Ankauf des Kunstwerks finanziell zu ermöglichen. Die vereinbarte Ankaufsumme von rund 126.000 Euro wird durch diese Unterstützung abgedeckt. So kann nun der Stadtverordnetenbeschluss umgesetzt werden, Olu Oguibes Werk auf der Treppenstraße aufzubauen.

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