Nachhaltig genießen: Märchenweihnachtsmarkt ging zu Ende

+
Erfolgreich mit neuem Nachhaltigkeitskonzept: An den 132 Ständen des Märchenweihnachtsmarkts wurden weder Plastik-Strohhalme noch Plastik-Pommesgabeln, weder Plastik-Essensschalen noch Trinkgefäße oder Verpackungen ausgegeben.

Nach 33 Tagen ging am Montag der Kasseler Märchenweihnachtsmarkt zu Ende. Mehr als 2,1 Millionen Besucher haben das Markttreiben genossen, das erstmals mit einem neuen Nachhaltigkeitskonzept begeisterte.

Kassel. Der Kasseler Märchenweihnachtsmarkt ging am Montag zu Ende, das neue Nachhaltigkeitskonzept, das von Kassel Marketing entwickelt worden war, fand äußerst positive Resonanz. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Es wurden an den 132 Ständen weder Plastik-Strohhalme noch Plastik-Pommesgabeln, weder Plastik-Essensschalen noch Trinkgefäße noch Verpackungen ausgegeben. „Wir freuen uns, dass wir auf diese Weise spürbar zur Entlastung der Umwelt beitragen konnten“, sagt hierzu Andreas Bilo, Geschäftsführer der Kassel Marketing GmbH, die den Märchenweihnachtsmarkt veranstaltet.

Und er fügt hinzu: „Auch bei den Besuchern stieß das Nachhaltigkeitskonzept auf ein positives Echo. Denn immer mehr Menschen machen sich Gedanken darüber, wie sie durch ihr Verhalten Ressourcen schonen können – ob beim Einkauf oder bei öffentlichen Veranstaltungen wie dem Märchenweihnachtsmarkt.“

Ideen für mehr Umweltschutz 

Neben dem Verzicht auf Einweggeschirr stand auch die Sensibilisierung für umweltfreundliches Handeln, die Reduzierung von Abfällen, eine bessere Mülltrennung sowie der Einsatz von ökologisch verträglicheren Materialien auf der Agenda des Nachhaltigkeitskonzepts. Außerdem hatten die City-Kaufleute in eine neue Weihnachtsbeleuchtung mit energiesparender LED-Technik investiert. „Nach diesem gelungenen Auftakt werden wir 2020 prüfen, an welchen Stellen wir noch besser werden können“, kündigt Andrea Behrens an. „Denn das Thema Nachhaltigkeit wird in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen!“

Ein Gewinn für den Märchenweihnachtsmarkt 2019 waren auch Neuerungen wie die Rotkäppchen-Märchenbühne auf dem Königsplatz und das gemeinsame Weihnachtssingen, das hier an jedem Donnerstag vor Heiligabend stattfand. „Ein neuer Programmpunkt, der bestens bei den Besuchern ankam“, freut sich Andrea Behrens. Und auch sonst lag auf dem Märchenweihnachtsmarkt wieder jede Menge Musik in der Luft: Klangvolle Highlights wie ‚Die Nordhessen Drei‘, der A-Cappella-Chor ‚SchmitzKatze‘ oder auch die Christmas Show von Christian Durstewitz sorgten für beste Stimmung. „Mit insgesamt elf Auftritten hatten auch die Nachwuchstalente der Kasseler Musikschule wieder einen großen Anteil an der Gestaltung des Musikprogramms“, berichtet Andreas Bilo.

Märchenhafte Erlebnisse mit Rotkäppchen 

Auch die Märchen der Brüder Grimm spielten natürlich wieder eine wichtige Rolle im vorweihnachtlichen Marktgeschehen. Im Mittelpunkt stand dabei das ‚Rotkäppchen‘, dem die Besucher jeden Tag begegnen konnten. Nach ihrem täglichen Rundgang über den Markt las sie kleinen wie großen Märchenfans auf dem Friedrichsplatz ihre Geschichte vor, die außerdem von Castellos Puppentheater wöchentlich präsentiert wurde.

„Auch in diesem Jahr war das Märchenthema zur Freude der Weihnachtsmarktbesucher wieder jeden Tag erlebbar,“ resümiert Dirk Bohle, Bereichsleiter Marketing der Kassel Marketing GmbH. „Das spiegelte sich auch in unseren Märchen-Gewinnspielen mit Rotkäppchen und dem Bösen Wolf wider: Hierbei konnte man auf unseren Social-Media-Kanälen einige attraktive Preise ergattern.“

Late-Night-Shopping und Glowesabend

Ein echter Hit war wieder das Late-Night-Shopping am 29. November, das unter dem Motto ‚Black Night‘ bis in die späten Abendstunden zu einem Bummel durch die City und über den Weihnachtsmarkt einlud. Kleine Weihnachtsmarkt-Besucher hatten dann beim Glowesabend der City-Kaufleute jede Menge Spaß. Wie in den vergangenen Jahren, konnten sie in den teilnehmenden Geschäften einen weihnachtlichen Vers gegen süße Leckereien „eintauschen“ und hatten mit ihren Eltern bis zum Abend freie Fahrt in Bus und Bahn.

Ebenfalls mit dem (Reise-)Bus kamen wieder zahlreiche Menschen aus Nah und Fern zum Kasseler Märchenweihnachtsmarkt. Ob aus den Niederlanden, Belgien und Österreich oder dem Ruhrgebiet und Thüringen: Insgesamt machten rund 900 Busse aus dem benachbarten Ausland und vielen deutschen Regionen auf dem zentralen Busbahnhof Station. Wie immer, konnten sich die Busfahrer auf ein Willkommenspaket freuen, das unter anderem freien Eintritt in die Grimmwelt und ein kostenloses Essen in der Königsalm enthielt.

„Immer öfter verknüpfen Reiseunternehmen ihre Weihnachtsmarkt-Touren mit anderen Angeboten in der documenta-Stadt, wie einem Besuch der Grimmwelt oder einer winterlichen Stadtführung“, weiß Hubert Henselmann, Bereichsleiter Tourismus der Kassel Marketing GmbH. „Mit gezielten Marketingmaßnahmen werben wir außerdem regelmäßig für Mehrtagestouren, die beispielsweise den Weihnachtsmarktbesuch mit einer Fahrt entlang der Deutschen Märchenstraße kombinieren.“

Beste Voraussetzungen also, dass auch im kommenden Winter wieder viele tausend Menschen nach Kassel reisen und dabei nicht wie das legendäre Rotkäppchen vom Weg abkommen – denn wahrhaftig märchenhaft ist die Weihnachtszeit eben nur in Kassel.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Ebbe in der Kasse, aber dickeren Bauch: Wie DJ Ray-D der Corona-Krise trotzt

Mit Mixtapes Online DJ-Schulungen - und gutem Essen - versucht Thorsten Döring die Club-Schließungen zu überstehen
Ebbe in der Kasse, aber dickeren Bauch: Wie DJ Ray-D der Corona-Krise trotzt

Corona-Leere: Foto-Streifzug durch die Kasseler Innenstadt

Weitgehend sind die Plätze und Straßen in Zeiten der Corona-Krise menschenleer.
Corona-Leere: Foto-Streifzug durch die Kasseler Innenstadt

Neuer Ersatzfahrplan: KVG erweitert Betriebszeiten zum 30. März

Die KVG ändert ab dem kommenden Montag, 30. März, ihren seit rund zwei Wochen geltenden Ersatzfahrplan.
Neuer Ersatzfahrplan: KVG erweitert Betriebszeiten zum 30. März

32-Jähriger erleidet bei Schlägerei im Nordstadtpark Stichverletzung am Hintern

Eine Schlägerei zwischen mehreren Männern, die sich am vergangenen Samstagnachmittag in der Kasseler Nordstadt ereignet hat, beschäftigt derzeit die Beamten der Kasseler …
32-Jähriger erleidet bei Schlägerei im Nordstadtpark Stichverletzung am Hintern

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.