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Nachhaltige Nutzung nach dem Fest

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Je nach Region holen kommunale Entsorgungsbetriebe den ausgedienten Weihnachtsbaum an bestimmten Tagen ab oder sie weisen Sammelstellen aus
Je nach Region holen kommunale Entsorgungsbetriebe den ausgedienten Weihnachtsbaum an bestimmten Tagen ab oder sie weisen Sammelstellen aus. © Kollaxo

Wie der Weihnachtsbaum auch nach der Wohnzimmer-Karriere noch Gutes bewirkt.

Ist die Weihnachtszeit vorbei, stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Verwertung des Weihnachtsbaums. Nachdem er das Heim und seine Bewohner in Weihnachtsstimmung versetzt hat, muss beim Gedanken daran keine Reue oder gar ein schlechtes Gewissen aufkommen. Denn als ökologischer Roh-, Werk- und Brennstoff bleibt der Baum weiterhin nützlich.

Die naheliegende Form der Verwertung ist die über kommunale Entsorgungsbetriebe. Je nach Region holen die Betriebe den Baum an bestimmten Tagen ab oder weisen Sammelstellen aus. Man kann ihn aber auch selbst bei Grünannahmestellen und Wertstoffhöfen abgeben. Mancherorts bessern Freiwillige Feuerwehren, Pfandfinder oder weitere Vereine durch Spenden, die sie für die Abholung erhalten, ihre Vereinskassen auf. Durch eine anschließende Kompostierung der Bäume entsteht neue, fruchtbare Erde. Häufig dienen die Bäume der Gewinnung von Strom und Fernwärme. Auch bei Wildgehegen, Tierparks und Zoos ist das Nadelgrün gerne gesehen. Für manche Tiere sind die Bäume wegen des süßen Harzes ein echter Leckerbissen. Schafe, Ziegen und Elefanten knabbern gerne an den Bäumen herum. Sorgfältig von Baumschmuck befreit, eignen sich ehemalige Weihnachtsbäume also als Snack für so manchen Vierbeiner. Zoos hingegen nutzen aus Sicherheitsgründen ausschließlich Bäume von Händlern, die nicht verkauft worden sind. Manche Angelvereine verwenden die umgekehrten Bäume kreativ als Brutstätte für Fische.

Auch mancher Zweibeiner freut sich über den ausrangierten Baum. Gartenfans mulchen mit den geschredderten Ästen des ehemaligen Christbaums die Erde unter Hecken und nutzen den entasteten Stamm im Frühjahr als Rank- und Kletterhilfe. Auf der Website www.vnwb.de finden sich außerdem Tipps für kreatives Upcycling, um aus dem Baum einen Küchenquirl, Kleiderhaken oder Schmuckständer herzustellen.

Steht am 24. Dezember noch eine große Auswahl abgesägter Weihnachtsbäume bei den Erzeugern oder in den Verkaufsständen, mag sich der ein oder andere wundern, was mit jenen Bäumen passiert, die keinen Weg ins Wohnzimmer fanden. Häufig schreddern Produzenten die unverkauft gebliebenen Weihnachtsbäume, da der daraus entstehende Mulch in den Anbauboden zurückgeführt werden kann, wo er als Dünger fungiert. Hackschnitzel aus nicht verkauften Bäumen finden zunehmende Verwendung in Heizkraftwerken für die Energie- und Wärmegewinnung.

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