Neue Räume für Alte Meister: Kunstminister Rhein eröffnete Ausstellung im Schloss

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(V.li.) Dr. Justungs Lange, Leiter der Gemäldegalerie Alte Meister mit der wissenschaftlichen Volontärin Stefanie Rehm, Kunst- und Kulturminister Boris Rhein und dem Direktor der MHK, Dr. Bernd Küster, vor dem größten Gemälde der Ausstellung, einem 340 x 665 cm großen Werk von Künstler Johann Melchior Roos.

Im renovierten Verbindungsbau des Schloss Wilhelmshöhe wurde am Donnerstag eine hochkarätige Ausstellung mit Werken der "Alten Meister" des 18. Jahrhunderts eröffnet.

Kassel. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat am Donnerstag die Ausstellung „Tischbein & Co. zurück! Neue Räume für Alte Meister“ auf Schloss Wilhelmshöhe eröffnet. Sie zeigt Werke der umfangreichen Sammlung der Kunst des 18. Jahrhunderts und ergänzt die bisherige Dauerausstellung der Gemäldegalerie Alte Meister. Zu sehen sind die Bilder im frisch renovierten Verbindungsbau, der den Corps de Logis mit dem Kirchflügel verbindet.

Rhein sagte zur Eröffnung: „Die Neupräsentation der Werke, die teilweise bisher nicht zugänglich waren, ergibt gemeinsam mit der Gemäldegalerie Alte Meister ein umfassendes Bild dieser Epoche. Die Zusammensetzung der Sammlung lässt erkennen, welch große Aufmerksamkeit die Landgrafen von Hessen-Kassel im 18. Jahrhundert den zeitgenössischen Künstlern und Kunstströmungen widmeten. Mit der neuen Präsentation sind die Arbeiten nun auch wieder für unsere Besucher zugänglich.“ Die Ausstellung ist ab dem 6. Oktober in zuletzt nicht zugänglichen Räumen des Verbindungsflügels im ersten Obergeschoss von Schloss Wilhelmshöhe zu sehen. Die rund 80 Meisterwerke stammen von 30 Künstlern. Darunter finden sich der Kasseler Hofmaler und Akademiedirektor Johann Heinrich Tischbein d. Ä. sowie weitere Mitglieder der berühmten Künstlerfamilie Tischbein. Aber auch Kunst von Jakob Philipp Hackert, Anton Graff oder Anna Dorothea Therbusch erwartet die Besucher. Die Sammlung ist als Parcours angelegt, der in sechs Kabinetten Einblicke in die zentralen Themen der Kunst des 18. Jahrhunderts gibt. Den Auftakt bildet die Rezeption der niederländischen Malerei des Goldenen Zeitalters mit den sogenannten Frankfurter Goethe-Malern, gefolgt von mythologischen Motiven, die im 18. Jahrhundert neu aufgegriffen wurden. Auch ein zentraler Bestandteil der Kunst- und Kulturgeschichte Kassels steht im Fokus der Ausstellung: Die Gründung der Maler- und Bildhauerakademie im Jahr 1777 war Impulsgeber für Gattungen wie etwa die Porträtmalerei. Auch das gewandelte Selbstverständnis der Frauen im Zeitalter der Aufklärung wird gezeigt: Sie traten nun vermehrt als Künstlerinnen in Erscheinung. „Mit der Ergänzung der schon vorher sehr sehenswerten Gemäldegalerie wird Schloss Wilhelmshöhe noch attraktiver. Gemeinsam mit den anderen beeindruckenden Zeugnissen der Vergangenheit wie dem neu eröffneten Landesmuseum Kassel oder Schloss Wilhelmsthal macht es die Museumslandschaft Hessen Kassel zu einem glanzvollen Beispiel für die kulturelle Vielfalt des Landes“, bemerkte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

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