Neue SB-Schleuse für Fulda-Schiffahrt in Kassel soll 2023 fertig sein

Keine Sanierung, sondern ein Neubau: Die seit 2016 geschlossene Stadtschleuse soll ab 2023 wieder funktionsfähig sein. Dafür werden Bund, Land und Stadt gemeinsam mindestens 7,5 Millionen Euro aufbringen müssen. "Die beauftragten Ingenieure haben außerordentlich gute Arbeit geleistet", lobt Oberbürgermeister Christian Geselle. Auch der Genehmigungsprozess könne wohl deutlich verkürzt werden. Das Projekt zur Rettung der Kasseler Stadtschleuse gilt bundesweit als modellhaft.

Kassel.  Lange Zeit war es still geworden um die Zukunft der Kasseler Stadtschleuse, die im Jahr 2016 aus Sicherheitsgründen geschlossen worden war.

Am Donnerstag gab die Stadt nun den Zeitplan für einen geplanten Neubau bekannt. Die Übernahme der Schleuse durch die Stadt Kassel sei der einzige Weg gewesen, die Schleuse vor der langfristigen Schließung zu bewahren.

„Wir haben stets betont, dass wir den Betrieb der Schleuse langfristig sichern wollen. Für das Leben am Fluss und die sportlich erfolgreichen Wassersportvereine braucht Kassel die Stadtschleuse“, sagte Oberbürgermeister Christian Geselle.

Die neue Schleuse wird von den Nutzern einfach und selbstständig zu bedienen sein.

Nach bisherigen Schätzungen sind für den Schleusen-Neubau Investitionen von 7,5 Millionen Euro notwendig. Der Bund, das Land Hessen und die Stadt beabsichtigen, sich die Kosten aufzuteilen. Danach übernimmt die Bundesrepublik Deutschland 50 Prozent der Kosten. Stadt und Land teilen sich die andere Hälfte.

Der Ersatzneubau für die Stadtschleuse könnte voraussichtlich im Mai 2023 fertiggestellt sein.

Die Empfehlungen der Ingenieure erläuterte der Leiter der für die Umsetzung verantwortlichen technischen Abteilung des städtischen Eigenbetriebes Kasselwasser, Uwe Neuschäfer:

- So solle die alte Schleuse als Baugrube verwendet und der neue Schleusenkörper in der unterwasserseitigen Hälfte der alten Stadtschleuse gebaut werden.

- Der Ersatzneubau bestehe aus einem Stahlbetonmassivbauwerk mit einer nutzbaren Kammerlänge von 35 Metern, einer Kammerbreite von 6,75 Metern (die Schleuse Wahnhausen ist ebenfalls 35 mal 6,75 Meter groß).

- Die alte linke Schleusenwand werde bis auf den Wehrpfeiler abgebrochen und die neue linke Kammerwand werde außen mit einer, den Denkmalschutzanforderungen entsprechenden Sandsteinverblendung versehen.

- Im Oberwasser werde die abgebrochene Wand durch ein 15 Meter langes Leitwerk ersetzt, um eine klare Einfahrtssituation zu schaffen.

„Wir wollen die Stadtschleuse schnellstmöglich wieder in Betrieb nehmen, um Schifffahrt, Wassersport und Tourismus auf der Fulda zu ermöglichen“, betont Oberbürgermeister Christian Geselle.

Rubriklistenbild: © Soremski

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